Staffel-Olympiasieg wegen Dopings aberkannt Bolt verliert eine Goldmedaille

Da waren es nur noch acht: Weil einer seiner Teamkollegen in der Staffel gedopt war, muss Superstar Usain Bolt eine seiner neun Olympischen Goldmedaillen abgeben. Ihm selbst wird nichts vorgeworfen.

Usain Bolt
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Usain Bolt wird eine seiner neun Goldmedaillen aberkannt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ordnete die Disqualifikation der siegreichen 4 x 100 Meter-Staffel aus Jamaika wegen eines Dopingvergehens von Nesta Carter bei den Sommerspielen in Peking 2008 an.

Bei Nachanalysen von Proben wurde Carter positiv auf Methylhexanamin getestet. Die Einnahme dieser Substanz ist von der Welt-Anti-Dopingagentur Wada seit 2004 verboten. Der Titel wird stattdessen an Trinidad und Tobago gehen. Silber erhält nachträglich Japan, Bronze geht an Brasilien.

Carter lief in Peking als Jamaikas Startläufer, außer ihm waren Michael Frater, Asafa Powell und Bolt in der Mannschaft. Carter war auch Mitglied der jamaikanischen Staffel, die 2012 in London ihren Titel verteidigte. Auch bei den Weltmeisterschaften 2011, 2013 und 2015, die Jamaikas Sprintstaffel gewann, lief der heute 31-Jährige mit.

rae/dpa/sid



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Seite 1
ackergold 25.01.2017
1.
Ich gehe davon aus, dass es noch mehr "Sieger" erwischen wird. Am Ende kommt doch das meiste wohl raus und das ist gut so.
duke_van_hudde 25.01.2017
2. Hmm
Zitat von ackergoldIch gehe davon aus, dass es noch mehr "Sieger" erwischen wird. Am Ende kommt doch das meiste wohl raus und das ist gut so.
Ja es werden noch mehr Sieger erwischt. Zumindestens dann wenn man alte Proben weiter zig Jahre später kontrolliert. Den die Technik in den Bereich geht halt auf beidne Seiten massiv weiter. Wirklich spannend würden sicher jetzt Jahre wie 1996 sein. Wir sind shcon 20 Jahre später und da würde extrem viel herausskommen. Das der Sprint massiv betroffen ist war absolut klar. Hier stimmt halt für die Doper das Chance Risikoverhältniss am besten. Die Frage ist aber was das ganze dann halt noch für die "ehrlichen" Sportler bringt. Die Sprinter aus Brasilien haben nun eine Bronzene gewonnen was eine tolle Leistung ist, aber das lässt sich für die Sprinter von damals sicher heute nicht ansatzsweise mehr zu Geld machen. Am besten würde es sein endlich diesne Krieg den man eh nicht gewinnen kann aufzuhören. Dann gewinnt das beste Gesammtpaktet und es kann unter perfekter Aufsicht gedopt werden. Zur Zeit sieht man gerade doch nur gut welche Pharamfirmen aus welchen Ländern Weltspitze sind beim verschleiern von Doping. Zumindestens dann wenn bestimmte Länder plötzlich deutlich mehr starke Sportler haben kann man davon ausgehen das diese gerade ganz vorne dabei sind.
Putin-Troll 25.01.2017
3. Ja ne ist klar
Gut, dass Boilt selbst nicht gedopt war. *Prust*
modemhamster 25.01.2017
4. Dann hat man halt Asthma
Die US-Athleten haben das ja schon erkannt. Der clevere Sportler von heute dopt nicht mehr heimlich, sondern hat Astma oder AHDS, und schwupps, gibt es alles legal auf Rezept. Das ist zukunftssicher und schützt vor bösen Überraschungen in der Zukunft.
Institutsmitarbeiter 26.01.2017
5.
Zitat von duke_van_huddeJa es werden noch mehr Sieger erwischt. Zumindestens dann wenn man alte Proben weiter zig Jahre später kontrolliert. Den die Technik in den Bereich geht halt auf beidne Seiten massiv weiter. Wirklich spannend würden sicher jetzt Jahre wie 1996 sein. Wir sind shcon 20 Jahre später und da würde extrem viel herausskommen. Das der Sprint massiv betroffen ist war absolut klar. Hier stimmt halt für die Doper das Chance Risikoverhältniss am besten. Die Frage ist aber was das ganze dann halt noch für die "ehrlichen" Sportler bringt. Die Sprinter aus Brasilien haben nun eine Bronzene gewonnen was eine tolle Leistung ist, aber das lässt sich für die Sprinter von damals sicher heute nicht ansatzsweise mehr zu Geld machen. Am besten würde es sein endlich diesne Krieg den man eh nicht gewinnen kann aufzuhören. Dann gewinnt das beste Gesammtpaktet und es kann unter perfekter Aufsicht gedopt werden. Zur Zeit sieht man gerade doch nur gut welche Pharamfirmen aus welchen Ländern Weltspitze sind beim verschleiern von Doping. Zumindestens dann wenn bestimmte Länder plötzlich deutlich mehr starke Sportler haben kann man davon ausgehen das diese gerade ganz vorne dabei sind.
Ich kann Ihren Frust nachvollziehen. Allerdings wäre eine komplette Legalisierung keine Lösung. 1) Bei weitem nicht alle Sportler nutzen illegale Mittel, würden aber durch eine Legalisierung dazu gezwungen werden. 2) Leistungssteigernde Mittel erhöhen die Leistung über ein paar Prozent. Dies kann bei Olympia den Unterschied zwischen Platz 5 und Platz 1 ausmachen. Allerdings ist es sehr schwer, die Größe des Effekts zu bestimmen noch ist es so, dass ein Mensch mit normalen Anlagen dadurch zum Supersportler wird. Den sportlichen Wettkampf zum Pharmawettkampf zu verklären, verkennt die entscheidende Wirkung der Anlagen (Gene) und des Trainings/Umfelds. Es ist ein frustrierender Kampf, doch sollten wir zum einen die vielen Erfolge anerkennen und zum anderen unsere eigene Einstellung hinterfragen.
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