Doppelvergabe der Sommerspiele Paris oder Los Angeles? Paris und Los Angeles!

Eine Doppelvergabe der Olympischen Spiele 2024 und 2028 rückt näher. Los Angeles hat den IOC-Plan nach erster Skepsis gelobt und will mit Nachhaltigkeit inspirieren. Das Problem: Paris beharrt auf den ersten Termin.

IOC-Präsident Thomas Bach
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IOC-Präsident Thomas Bach


Das wird IOC-Präsident Thomas Bach gerne hören. Seine Idee von der Doppelvergabe der Olympischen Spiele 2024 und 2028 stößt auf wachsenden Zuspruch. Nach erster Skepsis sprach Bewerber Los Angeles von einer "eleganten Lösung". Paris ist der einzige Mitbewerber um die Sommerspiele.

"Ich denke, es könnte mehr Städte inspirieren, über Olympische Spiele nachzudenken", sagte Los Angeles' Bürgermeister Eric Garcetti dem Branchendienst "insidethegames": "Wenn du mehr Zeit und mehr Mittel hast, kannst du mehr Nachhaltigkeit erreichen als eine Stadt, die es schnell machen muss." Ende März hatte Bürgermeister Garcetti noch mitgeteilt, die US-Stadt werde nur für den Termin im Jahr 2024 zur Verfügung stehen.

Auch das Pariser Bewerbungskomitee ist offen für eine Doppelvergabe - hat selbst aber nur Interesse am ersten Termin. "Wir können 2028 nicht akzeptieren", hatte der Ko-Chef des Bewerbungskomitees, Tony Estanguet, jüngst in London gesagt. "Wir sind einverstanden, wenn das IOC zwei Spiele beim gleichen Treffen in Lima vergeben will."

Der Bürgermeister von Los Angeles hat ebenso die Präferenz, den Zuschlag der Spiele 2024 zu erhalten, lehnt aber nicht strikt eine Ausrichtung vier Jahre später ab. "Natürlich wollen wir es 2024 machen. Ich denke, dass es besser für die Olympische Bewegung wäre, erst unsere Art von wirtschaftlich nachhaltigen Spielen in Los Angeles zu zeigen", sagte Garcetti. "Ich glaube aber auch an ein Szenario, bei dem Paris oder Los Angeles einen stärkeren Gewinn 2028 als 2024 haben könnte."

Die Evaluierungskommission des IOC traf in der US-Westküstenmetropole Los Angeles für eine dreitägige Inspektion der Olympia-Bewerberstadt ein. Im Anschluss geht es für die Kommission weiter nach Paris. Die Entscheidung über die Vergabe fällt bei der IOC-Session im September.

jan/dpa/sid



insgesamt 2 Beiträge
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heinzi55555 10.05.2017
1.
Gebt die Spiele dauerhaft an Athen, das spart Geld und die Spiele bleiben an ihrem Urspungsort.
Freidenker10 10.05.2017
2.
Das IOC will wohl die Chance nutzen die Spiele ausnahmsweise nicht an irgendwelche Diktatoren oder korrupte Politiker vergeben zu müssen. Aber Paris? Den Franzosen stehen harte Einschnitte bevor und da will man sich diese völlig überteuerten Spiele ans Bein binden? Ich hörs schon wieder: Die Spiele werden soundsoviel kosten ( am Ende wirds dann das dreichfache ) und die Sportstätten werden hinterher soundso genutzt ( verfallen aber dann wie überall ) ...
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