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Olympia-Bewerbung: Hamburg soll Sommerspiele 2024 nach Deutschland holen

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DPA

Olympia-Entscheid: Hamburg hat sich durchgesetzt

Hamburg hat das Duell um die deutsche Olympia-Bewerbung gewonnen. Der Deutsche Olympische Sportbund schlug die Hansestadt offiziell als Kandidaten vor. Berlin ist damit aus dem Rennen.

Die Entscheidung ist gefallen: Hamburg wird die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen Spiele 2024. Der Deutsche Olympische Sportbund hat das am Abend verkündet. Zuvor hatten dies der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und der Fernsehsender Sky unter Berufung auf eigene Informationen bereits gemeldet.

Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat sich demnach gegen die Hauptstadt Berlin ausgesprochen. "Dies ist allerdings keine Entscheidung gegen eine der beiden Städte", betonte nichtsdestotrotz DOSB-Chef Alfons Hörmann. Der Vorschlag fiel einmütig aus, so Hörmann. Von den sportlichen Spitzenverbänden hatten bereits am Sonntag 18 Verbände für Hamburg gestimmt, elf für Berlin, so Hörmann.

Die Außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB muss am kommenden Samstag in der Frankfurter Paulskirche der Empfehlung des Präsidiums noch formal zustimmen. "Wir stehen mit dieser Entscheidung jetzt geschlossen vor Sportdeutschland", sagte Hörmann. Hamburg biete ein "faszinierendes Konzept", schwärmte der DOSB-Chef.

Hamburg stehe vor der "Chance, ein neues Olympiazentrum im Norden Deutschlands zu bilden", ergänzte Hörmann. Der Stadt werde so zudem die Möglichkeit eröffnet, den "lang ersehnten Sprung über die Elbe zu schaffen". Die Bewerbung sei darüber hinaus jedoch "ein Projekt für ganz Deutschland".

Vor einer bindenden Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) müssen sich mindestens 50 Prozent der Bürger in der Hansestadt in einer Befragung im September für die Sommerspiele 2024 oder gegebenenfalls auch 2028 aussprechen. Dies dürfte für das Hamburg-Votum ausschlaggebend gewesen sein. Die Sorge, dass ein Bürgerentscheid in Berlin die Bewerbung noch kippt, war offenbar zu groß.

Bei einer Forsa-Umfrage des DOSB in der vergangenen Woche lag die Hansestadt mit einer Zustimmung der Bürger von 64 Prozent zu einer Olympia-Bewerbung vor Berlin (55 Prozent). Dabei waren jeweils 1500 Bürger repräsentativ befragt worden, ob sie Olympische Spiele 2024 in ihrer Stadt befürworten oder nicht.

"Die Befragung war ein wichtiger Faktor", sagte Hörmann. Der DOSB-Chef galt von vornherein als einer, der größten Wert auf die Unterstützung durch die Einwohner der Bewerberstadt gelegt hat.

Bis zuletzt war die Entscheidung als offen gewertet worden. Berlin galt als der Kandidat mit den besseren internationalen Chancen, Hamburg als die Stadt mit mehr Rückhalt in der Bevölkerung für die Spiele. Dazwischen musste das DOSB-Präsidium abwägen.

Die internationale Konkurrenz für die Hansestadt wäre allerdings groß. Boston hat sich als US-Bewerber bereits in Stellung gebracht und gilt als klarer Favorit für 2024. Daneben hat sich auch Rom beworben, zum zweiten Mal nach 2020. Paris hat seine Kandidatur zwar noch nicht offiziell bekanntgegeben, kokettiert aber offensiv mit einer Bewerbung.

Dazu kommen mit Istanbul, Budapest, Baku und - natürlich wieder - Doha/Katar weitere Städte dazu, die als Mitbewerber gehandelt werden.

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insgesamt 61 Beiträge
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1. Hoffentlich rettet uns der Volksentscheid vor der Olympiade
HankTheVoice 16.03.2015
Hamburg wird umgegraben bis kein Stein mehr auf dem anderen steht. Bis 2024 bzw. 2028 wird die Stadt im Verkehrschaos ersticken. Die Mieten explodieren, die Sportstätten werden noch mehr Kosten und Ärger verursachen als die Elbphilamonie. Hoffentlich rettet uns der Volksentscheid vor der Olympiade.
2. Berlin wieder verkackt?
Rubyconacer 16.03.2015
Hamburg gratuliere ich. Berlin bekommt leider zu wenig auf die Reihe. Es wurden gerade neue Busse beschafft, davon kein Elektrobus. Prima und zukunftssicher geplant. So kommt die Siemens AG auch nicht mehr an ihren Gründungs- und Hauptsitz zurück, alles sehr, sehr schade! Berlin benötigt endlich eine Witschaftsförderungs-Regierung.
3. Einen herzlichen Glückwunsch
retterdernation 16.03.2015
aus Berlin - nach Hamburg - jetzt wird richtig Kohle gemacht in der Hansestadt. Die Bürger tuen mir dabei einfach nur leid. Denn für ihre Bedürfnisse wird das Geld kaum reichen. Für uns Berliner ist das super, wir können in unsere Stadt investieren und setzen uns einfach in den ICE - um uns das Spektakel in der zweit schönsten Stadt Deutschlands anzusehen.
4. Endlich mal Sport..Gott sei Dank.
frankasten 16.03.2015
Die Hamburger werden sich sicher dolle freuen.
5.
1besserwisser1 16.03.2015
Super! Steuergelder gespart. Hamburg kann sich nicht gegen Boston durchsetzen und so sparen alle!
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Olympische Sommerspiele
Jahr Austragungsort (Land)
2020 Tokio (Japan)
2016 Rio de Janeiro (Brasilien)
2012 London (Großbritannien)
2008 Peking (China)
2004 Athen (Griechenland)
2000 Sydney (Australien)
1996 Atlanta (USA)
1992 Barcelona (Spanien)
1988 Seoul (Südkorea)
1984 Los Angeles (USA)
1980 Moskau (Sowjetunion)
1976 Montréal (Kanada)
1972 München (Deutschland)
1968 Mexiko-City (Mexiko)
1964 Tokio (Japan)
1960 Rom (Italien)
1956 Melbourne (Australien)
1952 Helsinki (Finnland)
1948 London (Großbritannien)
1936 Berlin (Deutschland)
1932 Los Angeles (USA)
1928 Amsterdam (Niederlande)
1924 Paris (Frankreich)
1920 Antwerpen (Belgien)
1912 Stockholm (Schweden)
1908 London (Großbritannien)
1904 St. Louis (USA)
1900 Paris (Frankreich)
1896 Athen (Griechenland)


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