Olympia-Sensation Ye: Lochte staunt über die Wunderschwimmerin

Große Ehre für die 16-jährige Wunderschwimmerin Ye Shiwen: Der US-amerikanische Olympiasieger Ryan Lochte, der zuvor Superstar Michael Phelps deklassiert hatte, kann sich vorstellen, in einem Duell gegen die Chinesin zu verlieren. "Sie hätte mich womöglich geschlagen."

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AFP

Olympiasieger Lochte: "Hätte mich womöglich geschlagen"

Hamburg - Ein leichtes Lächeln, dazu schüchternes Winken: So recht hatte Ye Shiwen wohl noch nicht realisiert, welch großartige Leistung ihr Olympiasieg über 400 Meter Lagen war, als sie aus dem Wasser stieg. Etwas verloren stand sie anschließend neben dem Becken des Aquatic Centres. Gerade einmal 1,72 Meter ist die schmächtige 16-Jährige groß, 64 Kilogramm schwer.

Noch nicht einmal eine Stunde zuvor stieg an gleicher Stelle Ryan Lochte aus dem Becken des Aquatic Centres. Knapp 1,90 Meter groß, muskelbepackt, ein Kreuz, hinter dem man sich verstecken kann, ein Hüne von einem Mann. Lochte und Ye Shiwen, eine ungleiche Konstellation möchte man meinen. Und doch sagt Lochte: "Wenn sie mit mir geschwommen wäre, hätte sie mich womöglich geschlagen."

Das sagte jener Lochte, der bei seinem Olympiasieg über 400 Meter Lagen Superstar Michael Phelps mit über vier Sekunden Abstand hinter sich gelassen hatte. Jener Lochte, der über sich selbst sagt: "Ich weiß nicht, ob ich als einer der größten Schwimmer gesehen werde. Das müssen andere beurteilen - aber ich hoffe doch, dass es so ist."

"Wir haben alle darüber letzte Nacht beim Abendessen geredet"

Ye Shiwen ist das beherrschende Thema der Olympischen Spiele. Für die Zuschauer, die Journalisten - und auch für die Athleten. "Wir haben alle darüber letzte Nacht beim Abendessen geredet, es ist sehr beeindruckend", sagte Lochte.

Beeindruckend war es tatsächlich, was Ye geboten hatte. Nach ihrem Finale zeigte die Videowand mehr als eine Sekunde unter dem alten Weltrekord der australischen Peking-Olympiasiegerin Stephanie Rice an. Und tatsächlich, auf den letzten 50 Metern war Ye 17 Hundertstel sogar schneller als Lochte, wobei der Fairness halber gesagt werden sollte, dass der US-Amerikaner bei gleicher Streckenlänge 4:05,18 Minuten gebraucht hatte, Ye hingegen 4:28,43 Minuten.

Es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Ye bei diesen Olympischen Spielen für Aufsehen sorgt. Am Montag tritt sie über 200 Meter Lagen an (Vorlauf ab 12.41 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Lochte ist am Montag ebenfalls im Wasser, 200 Meter Freistil stehen an. Schade, sonst hätte man den nächsten Vergleich ziehen können.

jar/sid

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1. Sensations-Journalismus à la Spiegel
ichlesealsobinich 29.07.2012
Zitat von sysopGroße Ehre für die 16-jährige Wunderschwimmerin Ye Shiwen: Der US-amerikanische Olympiasieger Ryan Lochte, der zuvor Superstar Michael Phelps deklassiert hatte, kann sich vorstellen, in einem Duell gegen die Chinesin zu verlieren. "Sie hätte mich womöglich geschlagen." Olympische Spiele: Ryan Lochte staunt über Wunderschwimmerin Ye - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,847041,00.html)
Jaja, schon klar, dass mit einem solchen Textlein Klicks generiert werden sollen. Herr Lochte hat niemals gesagt, dass ihn die Chinesin würde schlagen können. Es ging um eine 100-Meter-Zeit von ihr mitten im Lagen-Wettbewerb, die besser war als die von Lochte. Das ist verwunderlich und erstaunlich und merkwürdig. Doping??? Aber der zusammen geschusterte Spiegel-Text ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass man in diesem Portal nichts Seriöses mehr erwarten darf. Lesen Sie sich bitte mal den Vorspann Ihres Artikels durch! Demnach könnte ein 16jähriges Mädel aus China einen männlichen Riesen schlagen.. Oh, Gott, Spiegel! Dümmer geht es kaum, echt
2.
jadota 29.07.2012
O Ye mini ! - - - Nicht ärgern, Herr Lochte ! Ye hätte mich womöglich (auch) geschlagen.
3. Alles nur eine Frage der Disziplin!
con_damillo 29.07.2012
Zitat von sysop...Vorlauf ab 12.41 Uhr...
Dieses Phänomen lässt sich an einigen Plätzen auch schon einmal unter denn noch Jüngeren als den "schmächtigen 16-Jährigen" nach Schulschluss beobachten. Im Anschluss an den Vorlauf folgt dann gelegentlich der Volllauf. Keine Ahnung, wie oft dabei schon auch einmal die 4:28,43 Minuten gerissen wurden ...
4. immer wieder erstaunlich
baerry 29.07.2012
Bei solchen Wettkämpfen bin ich immer wieder erstaunt welche enormen (Leistungs-) Unterschiede immernoch zwischen Männern und Frauen bestehen. Hier sind es weit über 20 Sekunden, ich bin immer wieder erstaunt.
5. heitere berichterstattung
dequincey 29.07.2012
SPON auf Bild-Niveau. Oder war das ein Artikel der Satire-Rubrik? Das kann ja noch heiter werden bis zur Abschlussfeier. Sollen ja auch heitere Spiele sein! 
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