London - Der südafrikanische Prothesenläufer Oscar Pistorius hat es im 100-Meter-Lauf bei den Paralympics nur auf Platz vier geschafft. Der 19 Jahre alte Brite Jonnie Peacock entschied das Rennen mit 10,90 Sekunden für sich - und wurde von den 80.000 Zuschauern umjubelt.
Pistorius brauchte 11,17 Sekunden für die Strecke, zeigte sich aber als fairer Verlierer und fiel dem Sieger kurz nach dem Zieleinlauf in die Arme. Auf den zweiten Platz kam der US-Amerikaner Richard Browne, den dritten Platz belegte der Südafrikaner Arnu Fourie.
Pistorius hatte in der Staffel am Mittwoch Gold gewonnen und startet noch am Samstag im Finale über 400 m, seiner Spezialdistanz, über die er auch bei Olympia bis ins Halbfinale vorgedrungen war.
Das deutsche Team hatte am Donnerstag allen Grund zur Freude: Die Münchnerin Birgit Kober hat der deutschen Mannschaft bei den Paralympics die 14. Goldmedaille beschert. Nach ihrem Triumph mit dem Speer holte sie sich am Donnerstag auch den Sieg mit der Kugel und verbesserte dabei ihren eigenen Weltrekord. Bereits im ersten Versuch im Londoner Olympiastadion gelangen ihr 10,25 Meter.
Die Radsportler Steffen Warias und Denise Schindler sowie die Auswahl der Rollstuhl-Basketballerinnen sorgten für die weiteren Höhepunkte am achten Wettkampftag. Warias und Schindler eroberten in ihren Straßenrennen jeweils Silber und damit die Medaillen acht und neun in den Straßenwettbewerben.
Medaillen haben auch die Basketballerinnen sicher: Nach einem 49:46-Halbfinalsieg über die Niederlande spielt das Team von Coach Holger Glinicki an diesem Freitag gegen Australien um Gold.
Die Segler Heiko Kröger und Jens Kroker wurden in ihren Disziplinen jeweils Zweite.
kha/sid/Reuters/dpa
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