Leichtathletik-WM Zwei Medaillen für deutsche Zehnkämpfer, Dutkiewicz sprintet zu Bronze

Es ist der bisher erfolgreichste Abend für den DLV bei der Leichathletik-WM: Rico Freimuth und Kai Kazmirek gewannen Medaillen im Zehnkampf, Pamela Dutkiewicz im Hürdensprint.

Zehnkämpfer Rico Freimuth
DPA

Zehnkämpfer Rico Freimuth


Fast eine Woche hat es gedauert, dann hat der DLV wieder über Medaillen jubeln dürfen: Im Zehnkampf gab es sogar zwei. Rico Freimuth gewann Silber hinter dem überragenden Franzosen Kevin Mayer. Kai Kazmirek holte sich die Bronzemedaille.

Beide Deutsche lagen bereits den gesamten zweiten Tag über auf Medaillenkurs. Mit konstanten Leistungen ließen sie die Konkurrenz nie ganz nah heranrücken. Am Ende siegte Mayer mit starken 8768 Punkten, Freimuth landete bei 8564 Punkten, Kazmirek kämpfte sich auf 8488 Zähler.

Letztmals standen vor 30 Jahren zwei deutsche Zehnkämpfer auf dem WM-Podium, in Rom holte damals Torsten Voss Gold für die DDR vor Siegfried Wentz (BRD).

Mathias Brugger hatte nach Muskel- und Kniebeschwerden bereits nach vier Disziplinen den Wettbewerb beenden müssen. Weltrekordler, Olympiasieger und Titelverteidiger Ashton Eaton (USA) hatte nach den Spielen in Rio seine Karriere beendet.

Dutkiewicz jubelt über Bronze

Über 100 Meter Hürden lief Pamela Dutkiewicz zu Bronze. Nach 12,72 Sekunden musste sich die 25-Jährige in London nur Weltmeisterin Sally Pearson aus Australien (12,59) und Peking-Olympiasiegerin Dawn Harper-Nelson (12,63/USA) geschlagen geben. Pearson hatte vor fünf Jahren in London Olympia-Gold gewonnen.

Ricarda Lobe (Mannheim) war im Halbfinale ausgeschieden, für Nadine Hildebrand (Sindelfingen) war bereits im Vorlauf Endstation. Europameisterin Cindy Roleder war verletzungsbedingt nicht am Start, die Leipzigerin hatte 2015 in Peking sensationell Silber gewonnen.

Pamela Dutkiewicz
REUTERS

Pamela Dutkiewicz

Farah verpasst sein letztes Bahn-Gold

Es sollte der krönende Abschluss einer großen Bahn-Karriere werden: Doch in seinem letzten Stadionrennen musste sich Großbritanniens Läuferstar Mo Farah mit Silber zufrieden geben. Gold auf der 5000-Meter-Strecke sicherte sich im Schlussspurt der Weltjahresbeste Muhtar Edris aus Äthiopien in 13:32,79 Minuten. Bronze ging an den US-Amerikaner Paul Chelimo. Farah wird nach dieser WM auf die Marathonstrecke wechseln. Das hatte der vierfache Olympiasieger im Vorfeld angekündigt. Über 10.000 Meter hatte der 34-jährige Brite zuvor noch einmal Gold gewonnen.

Der EM-Dritte Richard Ringer, 2015 in Peking noch im Finale, war im Vorlauf ausgeschieden.

5000-Meter-Rennen von London
REUTERS

5000-Meter-Rennen von London

Jungfleisch springt auf Platz vier

In einem hochklassigen Hochsprung-Wettbewerb hat Marie-Laurence Jungfleisch nur ganz knapp den Sprung aufs Podest verfehlt. Die Deutsche wurde mit überquerten 1,95 Meter Vierte. Gold ging an die russische Favoritin Maria Lasizkene, die 2,03 Meter übersprang. Silber sicherte sich mit 2,01 Meter Julia Lewtschenko aus der Ukraine, Bronze gewann die Polin Kamila Licwinko (1,99).

Sprintstaffel verpasst Bronzemedaille

Ein verpatzter Wechsel von Tatjana Pinto auf Lisa Mayer raubte der DLV-Staffel jede Chance auf eine Medaille. Mit 42,36 Sekunden reichte es nach 4 x 100 Meter zu Platz vier. Gold sicherte sich die USA (41,82), Silber ging an Großbritannien (42,12). Bronze gewann Titelverteidiger Jamaika (42,19).

Zieleinlauf der 4x100-Meter-Staffel
REUTERS

Zieleinlauf der 4x100-Meter-Staffel

aha/mfu//sid/dpa



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lottchenmv 12.08.2017
1. Glückwunsch
zu den zahlreichen tollen Leistungen, gekrönt durch die Medaillen und drei vierten Plätzen! War ein sehr unterhaltsamer Leichtathletikabend!
herm16 13.08.2017
2. ist doch
prima, merkwürdig dass keiner über Geld gejammert hat, wie Bühler. Ist doch eine Sache der Einstellung.
dravido 13.08.2017
3. natürlich
durfte ein von mir sich kritisch mit der Frage, ob nun Germany oder Deutschland auf den Trikots steht, in Englisch verfasster Kommentar nicht gezeigt werden. Wer nicht alles Englische im öffentlichen Leben umarmt und gutheißt, gilt als rückständig, konservativ, wenn nicht sogar als Deutschnational. Als einer, der die halbe Welt bereist hat, in England gearbeitet, des Chinesischen halbwegs mächtiger Kommentator leise Kritik anklingen lässt, fühlt man sich damit natürlich nicht wohl.
dieter 4711 13.08.2017
4. Aus meine Geburtsstdt Kassel
Liebe Sport-Redaktion, es gab Gott sei Dank noch weitere Erfolge. Die Sportlerin kam aus meiner Geburtsstadt Kassel.
zaunreiter35 13.08.2017
5. Meinen herzlichen
Glückwunsch zu dieser unerwarteten Medaille.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.