Hamburg - London sagt "goodbye": Mit einem inszenierten Windsturm hat am Sonntagabend 44 Tage nach der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele die Schlussfeier der Paralympics begonnen. Die 4200 Sportler waren im Innenraum des Olympiastadions Zeuge, wie Phantasiegeschöpfe das paralympische Symbol Agitos in den Nachthimmel bliesen.
Danach ging die Feier vor 80.000 Zuschauern - angeheizt durch die Superstars Rihanna und Coldplay - aber erst richtig los. Vor der futuristischen Musikshow mit dem Titel "Festival of Flame" marschierten die Athleten aus 165 Nationen ein. Deutscher Fahnenträger ist Tischtennis-Spieler Thomas Schmidberger, der mit der Mannschaft Silber und im Einzel Bronze gewonnen hatte. Die Zeremonie wird voraussichtlich noch bis Mitternacht dauern.
Der britische Premierminister David Cameron würdigte vor Beginn der Feier die Leistungen der "übermenschlichen" Athleten. "Wir werden uns für alle Zeiten an diesen Sommer erinnern", sagte Cameron, der selbst einen schwerbehinderten Sohn hatte, der 2009 starb. "Über allem steht das öffentliche Engagement und was es für den Sport bringen kann", so der Regierungschef: "Die Paralympics haben den Blickwinkel verändert."
Bei den größten Paralympics der Geschichte hatten über 4200 Sportler um 503 Goldmedaillen gekämpft. Mit 2,7 Millionen verkauften Tickets stellten die Organisatoren einen Rekord auf, in Peking waren es 1,29 Millionen gewesen, in Athen 2004 nur 850.000. Am 12. August hatte sich London an gleicher Stätte von den Olympischen Spielen verabschiedet.
jar/sid/dpa
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