Paralympics Näpel und Schott holen Silber

Die deutsche Medaillenflut bei den Paralympischen Sommerspielen in London geht weiter: Britta Näpel und Angelika Trabert sicherten sich Silber und Bronze in der Dressur, Schwimmerin Verena Schott gewann die Silbermedaille. Michaela Floeth holte Bronze im Kugelstoßen.

Reiterinnen Trabert (l) und Näpel: Bronze und Silber in der Dressur
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Reiterinnen Trabert (l) und Näpel: Bronze und Silber in der Dressur


Hamburg - Die deutschen Athleten haben nach den beiden Goldmedaillen durch Diskuswerfer Sebastian Dietz und Tischtennisspieler Holger Nikelis am fünften Wettkampftag der Paralympics weiteres Edelmetall gewonnen. In der Dressur ritten Britta Näpel und Angelika Trabert zu Silber und Bronze. Schwimmerin Verena Schott holte ebenfalls eine Silbermedaille. Michaela Floeth gewann Bronze im Kugelstoßen.

Die 46-jährige Näpel sicherte sich auf Aquilina 3 mit 77,400 Punkten in der Kür den zweiten Platz vor Trabert (76,150 Punkte). Inklusive der Silbermedaille im Team war es für die beiden deutschen Starterinnen die jeweils dritte Medaille in London. Gold in der Kür ging wie schon in der Championatsprüfung an Natasha Baker aus Großbritannien (82,800), die sich erneut als zu stark für die deutschen Reiterinnen erwies. "Mein Pferd hat die Musik richtig genossen. Man kann sagen, dass das Pferd vertiefter in die Sache war als ich", sagte Näpel. Trabert fügte hinzu: "Wir können hocherhobenen Hauptes nach Deutschland zurückkehren."

Im Kugelstoßen musste sich Floeth den Chinesinnen Yao Juan und Yang Yue geschlagen geben. Bereits vor vier Jahren in Peking hatte die 43-Jährige den dritten Platz belegt. 2000 in Sydney gab es Gold für Floeth.

Tischtennis-Spielerin Stephanie Grebe hat dagegen die Bronzemedaille knapp verpasst. Die 24-Jährige, der beide Hände und der rechte Unterschenkel fehlen, unterlag im kleinen Finale ihrer ukrainischen Kontrahentin Julia Klimenko 1:3 (9:11, 11:7, 5:11, 9:11) und beendete das paralympische Turnier auf dem vierten Platz.

Schwimmerin Verena Schott hat dank einer furiosen Aufholjagd die Silbermedaille gewonnen. Die 23-Jährige musste sich im Aquatics Centre über 200 Meter Lagen in 3:14,28 Minuten nur der Britin Eleanor Simmonds, die in 3:05,39 Minuten einen Weltrekord aufstellte, geschlagen geben. Bronze ging an Natalie Jones (Großbritannien), die eine Hundertstel nach Schott anschlug. Schott, die 2002 einen Fahrradunfall mit einem Auto hatte und seitdem inkomplett querschnittsgelähmt ist, lag nach der letzten Wende nur auf dem fünften Rang und schob sich mit einer starken Schlussbahn noch auf einen Medaillenrang.

mib/dpa/sid



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