London - Prothesenläufer Oscar Pistorius hat bei den Paralympics in London im letzten Wettkampf das ersehnte Einzel-Gold gewonnen. Über seine Paradedisziplin, die 400-Meter-Strecke, setzte sich der Südafrikaner überlegen durch: Er kam nach 46,68 Sekunden ins Ziel und hatte dreieinhalb Sekunden Vorsprung auf Silber-Gewinner Blake Leeper aus den USA.
"Das war absolut absolut unglaublich, vor dieser Kulisse laufen zu dürfen", sagte Pistorius, der von 80.000 Zuschauern angefeuert wurde.
Über 200 Meter war der 25 Jahre alte Pistorius zuvor überraschend Zweiter geworden, über 100 Meter als Vierter gar ohne Medaille geblieben. Nur mit der 4x100-Meter-Staffel hatte Pistorius zuvor Gold gewonnen. Bei den Paralympics 2008 hatte der "Blade Runner" die Einzelrennen über 100, 200 und 400 Meter gewonnen.
Der deutsche David Behre, der mit der drittbesten Vorlaufzeit ins Finale eingezogen war, belegte Rang fünf. "Zwischendurch dachte ich, dass eine Medaille drin ist. Aber mit Platz fünf bin ich auch zufrieden. Ich habe mich sowas von blau gelaufen", sagte Behre.
Am vorletzten Wettkampftag hatte nicht nur Pistorius Grund zur Freude, sondern auch die deutschen Athleten. Vor allem die Schwimmer sorgten für eine Edelmetall-Flut: Angeführt von Daniela Schulte schwamm ein deutsches Quartett zu vier Medaillen.
aar/dpa/sid
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