Paris - Dakar Sainz dominiert die Auftaktetappe

Für Volkswagen hat die Rallye Paris - Dakar fast perfekt begonnen. Der Spanier Carols Sainz gewann im Touareg das erste Teilstück. Auch die Ränge drei und vier gingen an Volkswagen. Jutta Kleinschmidt fuhr dabei wieder vorne mit.


Lissabon - Der zweimalige Rallye-Weltmeister Sainz dominierte am Silvestertag mit einer Gesamtzeit von 56:20 Minuten. Zweiter auf dem 83 Kilometer langen Teilstück in Portimao (Portugal) wurde Nissan-Pilot Carlos Sousa (Portugal) mit einem Rückstand von 1:30 Minuten. Der Franzose Bruno Saby (1:51 Minuten zurück) und Jutta Kleinschmidt aus Köln (2:24) machten auf den Plätzen drei und vier in zwei weiteren Touareg den Volkswagen-Triumph komplett.

Spanier Sainz (im VW-Touareg): "Umso schöner das Erlebnis"
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Spanier Sainz (im VW-Touareg): "Umso schöner das Erlebnis"

"Die Rallye hat gut begonnen. Wir waren zügig unterwegs, ohne große Risiken einzugehen", sagte Kleinschmidt, die die Dakar 2001 als erste Deutsche und bislang einzige Frau gewonnen hatte. Tagessieger Sainz war sehr zufrieden, dabei seien die Bedingungen keinesfalls einfach gewesen: "Eine Kreuzung war schlecht zu sehen, und wir mussten sogar zurücksetzen. Umso schöner ist das Ergebnis."

Der 43 Jahre alte Spanier war in der klassischen Rallye-WM zweimal Sieger (1990, 1992) und führt mit 26 Erfolgen dort die ewige Bestenliste an. Jetzt stellt er sich der neuen Herausforderung. "Ich hatte immer im Kopf, wenn ich die Chance bekomme, dann will ich es bei der Dakar einmal versuchen", sagte Sainz vor dem Start. Sainz verlässt sich auch auf die Erfahrung seines Co-Piloten Andreas Schulz aus München, der schon Jutta Kleinschmidt und den Japaner Hiroshi Masuoka zum Dakar-Triumph geführt hat.

In der Motorrad-Wertung hat Vorjahressieger Cyril Despres seine Favoritenrolle bestätigt. Der Franzose dominierte auf seiner KTM in 58:10 Minuten. Despres hatte einen Vorsprung von vier Sekunden auf Lokalmatador Ruben Faria. Weitere drei Sekunden zurück folgte der Spanier Marc Coma ebenfalls auf einer KTM auf Platz drei.

Die 28. "Dakar" macht in ihrer langen Geschichte erstmals in Portugal Station. Von dort geht es über Spanien, Marokko, Mauretanien, Mali und Guinea in den Senegal, wo traditionell am Lac Rose vor den Toren von Dakar das Ziel ist. Insgesamt werden auf den 15 Etappen mit 4813 Wertungskilometern 748 Fahrzeuge unterwegs sein. Eingeschrieben sind 240 Motorräder, 188 Autos, 80 Lastwagen sowie 240 Servicefahrzeuge aus 40 Nationen.

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