Pyeongchang 2018 Olympia-Ausrichter macht 48 Millionen Euro Gewinn

Olympische Spiele gelten inzwischen als Minusgeschäft. Der Veranstalter der vergangenen Winterspiele zog nun allerdings eine positive Bilanz. Das IOC kann solche Nachrichten gut gebrauchen.

Eröffnungsfeier Pyeongchang 2018
AFP

Eröffnungsfeier Pyeongchang 2018


Der Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2018 hat nach eigenen Angaben einen Überschuss von mindestens 55 Millionen US-Dollar (47,8 Millionen Euro) erwirtschaftet. Das sei möglich geworden, nachdem im Zuge der sogenannten Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine Reihe von Kürzungen vorgenommen worden seien, sagte der Leiter des Organisationskomitees von Pyeongchang, Lee Hee Beom, auf der IOC-Versammlung in Buenos Aires.

Gewinne aus den Olympischen Spielen werden üblicherweise zwischen dem IOC, dem Nationalen Olympischen Komitee des Ausrichterlandes und dem Organisationskomitee geteilt. Mit der Agenda 2020 will das IOC die Kosten für die Bewerbung und das Ausrichten Olympischer Spiele drücken. Zu den Maßnahmen zählen kleinere Übertragungszentren, mehr Tickets für den freien Verkauf und die intensivere Nutzung von bestehenden Strukturen

"Früher haben wir von den Städten gefordert, dass sie unsere Bedingungen erfüllen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach. "Heute fragen wir uns, wie wir die Olympischen Spiele an die Möglichkeiten der Städte und Regionen anpassen können." Die enormen finanziellen Belastungen hatten zuletzt in vielen Ländern die Begeisterung für die Spiele getrübt, in Referenden hatten sich mehrfach Bevölkerungen gegen die Veranstaltung von Olympischen Spielen ausgesprochen.

chh/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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xeldaranxor 09.10.2018
1. wenn das mal stimmt...
... ich bin schon skeptisch, ob China das Propaganda-Event nicht schön rechnet, um es im eigenen Land gut zu verkaufen. Wäre dem IOC natürlich nur recht.
mwroer 09.10.2018
2.
Zitat von xeldaranxor... ich bin schon skeptisch, ob China das Propaganda-Event nicht schön rechnet, um es im eigenen Land gut zu verkaufen. Wäre dem IOC natürlich nur recht.
Das vergangenen olympischen Winterspiele fanden in Süd-Korea statt. China war nur als Teilnehmer vertreten. 48 Millionen sind relativ bescheiden und ich glaube durchaus das Süd-Korea das geschafft hat. Die Planung und Ausführung war brilliant effizient und das allermeiste wurde (wird seit rund 20 Jahren) von einem Riesenaufgebot an Freiwilligen geleistet.
ichglaubnichttim 09.10.2018
3. Lohnkosten sind vermutlich nicht unwesentlich
In einem Niedrigstlohnland kann dank der geringen Lohnkosten sicher auch günstiger gebaut werden und die X-tausende "Helfer" kosten auch nicht mehr die Welt.. Zudem hat China Platz und muss diesen nicht teuer kaufen, wie es in Deutschland der Fall wäre. Dabei werden die Tickets nicht günstiger, und wer weiß wie der Tourismus eingerechnet wurde.. Kann mir schon vorstellen, dass man so Gewinn machen kann.
TS_Alien 09.10.2018
4.
Die Frage stellt sich, wer der Ausrichter ist und ob der Ausrichter auch für alle Ausgaben zuständig ist. Das Gesamtbudget beträgt laut Wikipedia 10,1 Mrd Euro (mehr als doppelt so viel wie geplant). Ich kann mir nicht vorstellen, wie man bei dieser Summe in die Gewinnzone kommen kann. Da man nur mit rund der Hälfte des Budgets gerechnet hat, hat der Ausrichter vorab mit einem Milliardengewinn rechnen können. Und jetzt soll es immerhin noch eine schwarze Null sein. Quasi eine Punktlandung. Das ist unglaubwürdig, geradezu absurd.
Fxxx 09.10.2018
5. Für wie naiv man von der IOC gehalten wird...
Weil bald kein Land mehr Lust hat auf diesen Wahnsinn, der Milliarden kostet, verkaufen sie jetzt die olympischen Spiele als gewinnbringendes Investment. Natürlich ohne Details oder Berechnungen offenzulegen. Bin mal gespannt wer als nächstes so dumm ist und sich mit der IOC einlässt.
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