Radsport Martin gewinnt WM-Gold im Teamzeitfahren

Tony Martin hat bei der Rad-WM in Doha im Teamzeitfahren triumphiert. Bei den Frauen mussten sich Trixi Worrack und ihr Team mit Silber begnügen.

Tony Martin (Archivfoto)
AP

Tony Martin (Archivfoto)


Tony Martin hat einen perfekten Einstand bei den Rad-Weltmeisterschaften in Doha gefeiert. Der 31-Jährige hatte maßgeblichen Anteil am dritten WM-Gold seiner Etixx-Quick-Step-Mannschaft im Teamzeitfahren. Über den flachen Wüstenkurs war das Team, in dem auch Sprinter Marcel Kittel zum Titel fuhr, in 42:32 Minuten nicht zu schlagen.

Martin und seine Mannschaft, zuletzt 2013 Team-Weltmeister, entthronten den Titelverteidiger BMC aus den USA, der ohne den bei Paris-Tours eingesetzten Olympiasieger Greg van Avermaet antrat. BMC verpasste damit den Titel-Hattrick und hatte elf Sekunden Rückstand auf Etixx-Quick-Step. Bronze ging an die australische Equipe Orica BikeExchange (+37 Sekunden). 17 Mannschaften waren am Start.

Mit dieser Leistung darf sich der dreimalige Einzel-Weltmeister Martin auch gute Chancen für das Einzelrennen am Mittwoch über dieselbe Distanz ausrechnen. Nach einer eher durchwachsenen Saison und lediglich Rang zwölf bei den Olympischen Spielen in Rio dürfte Martin jetzt zu den Gold-Anwärtern gehören.

Bei den Frauen verpasste Trixi Worrack zum Auftakt der WM ihren fünften Titel in Serie. Ihr Canyon-SRAM-Team musste mit der Silbermedaille zufrieden sein. Bei Temperaturen von über 35 Grad sicherte sich das niederländische Boels-Dolman-Team mit der aktuellen Straßen-Weltmeisterin Elizabeth Deignan aus Großbritannien die Weltmeisterschaft. Das Siegerteam (48:41 Minuten) war 48 Sekunden schneller als die Equipe um Worrack. Bronze ging an Cervelo-Bigla (50:38).

jan/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
blueberryhh 09.10.2016
1. alle ...
gedoped! Das nächste große Knall, wenn wieder eine Blase platzt, zeichnet sich doch bei Team SKY ab ... Wiggins, Froome ... bzw. im gesamten britischen Radsport (siehe Olympics .Goldmedaillen)
Le Commissaire 09.10.2016
2.
Zitat: "Nach einer eher durchwachsenen Saison und lediglich Rang zwölf bei den Olympischen Spielen in Rio dürfte Martin jetzt zu den Gold-Anwärtern gehören." "Durchwachsen" ist gut -- 2016 war für Tony Martin bislang das schlechteste Jahr seit 2005, seinem ersten Profijahr. Ohne das Rennen gesehen zu haben vermute ich, dass Marcel Kittel einen großen Anteil am Sieg gehabt habe dürfte, denn Kittel hat dieses Jahr bei den Einzelzeitfahren, auf die wahrlich nicht sein Fokus liegt, eine gute Figur gemacht. Ich glaube (leider) nicht, das Martin beim Einzelzeitfahren eine Goldmedaille holt, angesichts seiner Form wäre er schon mit Bronze sehr gut bedient.
Le Commissaire 09.10.2016
3.
Zitat von blueberryhhgedoped! Das nächste große Knall, wenn wieder eine Blase platzt, zeichnet sich doch bei Team SKY ab ... Wiggins, Froome ... bzw. im gesamten britischen Radsport (siehe Olympics .Goldmedaillen)
Äh, Sie haben mitbekommen, dass Sky heute nur auf Rang vier gefahren ist?
Lankoron 09.10.2016
4. Wer martin auf dem
Olympiakurs unter den Top 10 erwartet hatte, hat keine Ahnung vom Radsport...
blueberryhh 10.10.2016
5. Team SKY
nur Platz 4? Na und? Aber Sie haben schon die Diskussionen um Wiggins und Froome etc. in diesem Jahr mitbekommen (Stichwort: erlaubte Medikamente) Im Rest des Jahres waren die Briten / Team SKY immer vorne weg. Und ja nicht nur die, auch Cavendish bei der Tour de France z.B. und seine wundersame Findung zu alter Form inkl. mehrerer Etappensiege...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.