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Radprofi verfährt sich: "Kennen Sie den Weg nach Harelbeke?"

Peter Sagan (l.) und Michal Kwiatkowski beim E3 Prijs Vlaanderen Zur Großansicht
AFP

Peter Sagan (l.) und Michal Kwiatkowski beim E3 Prijs Vlaanderen

Das ist belgische Gastfreundschaft: Ein Zuschauer hat Mekseb Debesay bei sich aufgenommen und ihn ins Teamhotel gebracht. Der Radprofi aus Eritrea hatte sich bei einem Rennen verirrt.

Mekseb Debesay aus Eritrea hat sich bei einem Radrennen in Belgien verfahren. Der Profi wurde von einem Zuschauer aufgenommen, der ihn mit Essen, Kleidung und einer warmen Dusche versorgte. Anschließend brachte der Mann Debesay ins Teamhotel, wie die Zeitung "Het Nieuwsblad" berichtet.

Das zur UCI World Tour zählende Eintagesrennen E3 Prijs Vlaanderen Harelbeke in den flämischen Ardennen gilt als Test für die Flandernrundfahrt. Diese findet eine Woche nach Ostern statt. Für den 24-jährigen Debesay, der zuvor hauptsächlich in Afrika Erfolge gefeiert hatte, war es das erste Profirennen in Belgien. Sein Team Dimension Data aus Südafrika, selbst neu in der World Tour, vermisste den Profi im Ziel des Rennens.

Debesay hatte versucht, am Ende des Felds liegend eine Abkürzung zu nehmen. "Auf einmal hatte er 206 Kilometer auf dem Tacho, obwohl das Rennen nur 200 Kilometer lang war. Er fand nicht mehr nach Harelbeke zurück", sagte Teamchef Pierre Heynderickx.

Während das Team schon die Polizei einschaltete, fragte Debesay einen Zuschauer: "Bitte, wo liegt Harelbeke?", wie Heynderickx erzählte. Nachdem der Mann den Profi versorgt hatte, traf Debesay vier Stunden nach Rennende im Mannschaftshotel ein.

rae

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Eine schöne Geschichte ...
bretone 26.03.2016
... mit viel offensichtlich warmherziger Menschlichkeit. Jedenfalls gebührt dem helfenden Belgier eine besondere Würdigung. Man stelle sich nur vor, der arme Kerl hätte sich bei einer Rundfahrt in Sachsen verfahren.
2.
geotie 26.03.2016
Auf meinen Reisen mit dem Fahrrad habe ich mich zwar nicht verfahren, aber eine Familie, die ich nach dem Wege fragte, lud mich zu einem Mittagessen und eine erfrischende Dusche ein. Ich denke immer an die nette Familie in Belgien zurück.
3. Abkürzung!? => Sperre!
Emmi 26.03.2016
"Debesay hatte versucht, am Ende des Felds liegend eine Abkürzung zu nehmen." Dafür gebührt im eine längere Sperre, fast wie Doping...
4.
Imme 27.03.2016
Zitat von Emmi"Debesay hatte versucht, am Ende des Felds liegend eine Abkürzung zu nehmen." Dafür gebührt im eine längere Sperre, fast wie Doping...
SO hat den Sachverhalt hier nicht korrekt wiedergegeben, vermute ich. Der Fahrer hat das Rennen 20 km vor Schluss verlassen, weil er chancenlos zurücklag. Der Besenwagen war wohl auch schon durch. Er wollte lediglich den Zielort erreichen, nicht ins Ergebnis eingehen.
5.
TruePiet 27.03.2016
Auch nicht ganz richtig. Eine Gruppe von Fahrern die 20km vor Ende des Rennens hoffnungslos zurück lag beschloss das Rennen zu verlassen und auf direktem Weg nach Harelbeke zu fahren. Debesay hatte jedoch Angst den Weg nicht zu finden und beschloss weiter auf der Strecke der Ausschilderung zu folgen, dabei übersah er aber einen Abzweig und verfuhr sich vollständig
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