Doping im Radsport Armstrong hätte ohne Ermittlungen weitergelogen

Nur die Ermittlungen der Dopingjäger haben Lance Armstrong zu seinem Geständnis gebracht. Das hat der frühere US-Radstar jetzt zugegeben. "Wahrscheinlich würde ich immer noch 'Nein' sagen."

"Das richtige Buch, mit dem richtigen Tonfall - komplett ohne Bullshit."
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"Das richtige Buch, mit dem richtigen Tonfall - komplett ohne Bullshit."


Hamburg - Dopingsünder Lance Armstrong hat zugegeben, dass er sein Gebilde aus Lügen und Dementis wohl aufrechterhalten hätte, wenn er nicht überführt und zu einem Geständnis gedrängt worden wäre. "Wenn es diese Ermittlungen nicht gegeben hätte, würde ich wahrscheinlich immer noch 'Nein' sagen - im gleichen Ton und mit der gleichen Überzeugung wie vorher", sagte der 42-Jährige im Interview mit dem US-Sender CNN.

Armstrong waren nach seinem Geständnis im vergangenen Jahr seine sieben Tour-Siege aberkannt worden, auch eine Olympiamedaille musste er abgeben. Böse Worte bleiben dem Texaner nach eigener Aussage erspart. "Ich bekomme nie etwas zu hören, und das überrascht mich. Sicher, manchmal fühlt man, dass jemand etwas sagen will, aber es ist dennoch bisher nie passiert", sagte Armstrong.

Die Dopingenthüllungen will Armstrong nun verschriftlichen. "Ich muss ein Buch schreiben, und das muss sehr intensiv und transparent sein", sagte Armstrong: "Je früher, desto besser. Es muss das richtige Buch sein, mit dem richtigen Tonfall - komplett ohne Bullshit."

Armstrong hatte 2013 in einem Interview mit Talkmasterin Oprah Winfrey im US-Fernsehen eingestanden, über Jahre mit Substanzen wie Epo und Wachstumshormonen gedopt und andere Fahrer eingeschüchtert zu haben.

aha/sid



insgesamt 49 Beiträge
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suplesse 20.08.2014
1. Na ja!
Dieser Mann hat einer Sportart massiv geschadet. Es kommt mir so vor, als suche er immer noch den Ausweg in Rechtfertigungen für sein Verhalten. Dabei ist es kurz zusammen zu fassen. Geldgier, Geltungssucht und eine gehörige Portion kriminelle Energie. Ein Buch darüber zu schreiben ist Bullshit. Wobei ich denke, dabei ist die Antriebsfeder auch nur Geldgier und Geltungssucht.
tobbyrobby 20.08.2014
2. Buch
Ein Buch ? Und wie viel Glauben soll man den gelesen Zeilen dann schenken? Also noch mal schnell ein paar Millionen mit der Dummheit der Menschen verdienen.
mnich.9 20.08.2014
3.
Ja, super, jetzt schreibt er noch Bücher und verdient Geld damit!
heidschnucke 20.08.2014
4. Ist schon merkwürdig,
dass diesem Menschen immer noch eine Bühne geboten wird.
laermgegner 20.08.2014
5. Hat er von Politikern gelehrt!
Für mich ist Radsport erledigt, ohne Medizin - keine Leistung .
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