Dänischer Dopingsünder Riis kehrt in den Radsport zurück

Bjarne Riis hat angekündigt, in der kommenden Saison wieder als Teamchef im Profi-Radsport zu arbeiten. Der Däne hat dabei auch die Zukunft seines eigenen Sohnes im Blick.

Bjarne Riis
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Bjarne Riis


Der dänische Ex-Radfahrer Bjarne Riis kehrt mit zwei Rennställen in den professionellen Radsport zurück. Der 52-Jährige, der nach seinem Karriereende EPO-Doping bei seinem Tour-de-France-Sieg 1996 eingeräumt hatte, wird gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Lars Seier Christensen in der kommenden Saison das Continental-Team Virtu Pro-VeloConcept und die Frauenmannschaft BMS Birn leiten. Das gab das Duo offiziell bekannt.

"Sie haben in der Vergangenheit bewiesen, welch wichtige Rolle sie bei der Ausbildung von dänischen Talenten spielen", sagte Riis, dessen Sohn Thomas Nybo ebenfalls in der Mannschaft fährt: "Ich sehe großes Potenzial in beiden Teams. Wir wollen beide Teams besser machen und die Talente weiterentwickeln."

Riis hatte bereits in der Vergangenheit erfolgreich als Teamchef gearbeitet, unter anderem waren Fabian Cancellara, Alberto Contador sowie die Luxemburger Andy und Fränk Schleck unter seiner Leitung gefahren.

Ende 2013 hatte Riis seinen Saxo-Rennstall an den russischen Geschäftsmann Oleg Tinkow verkauft. Nachdem der frühere Telekom-Kapitän dort zunächst noch weiter als Teamchef fungiert hatte, wurde er im Frühjahr 2015 von Tinkow entlassen. Auch in seiner Rolle als Teamverantwortlicher hatte es Dopinganschuldigungen gegen Riis gegeben, die er später eingestand.

lst/sid



insgesamt 2 Beiträge
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Die Happy 03.11.2016
1. das Märchen vom nun sauberen Radsport
Wenn man denkt: dreister gehts nimmer... Als Fahrer gedopt bis zum geht nicht mehr, dann als Teamchef von CSC Doping sogar angeordnet, und nun darf der sogar 2 Rennställe aufmachen. Wenn es nicht ernst wäre, man könnte fast drüber lachen.
zivcoedge540 04.11.2016
2. Monsieur 60 %
Die Meldung ist leider kein Aprilscherz!? Das hat keine Sportart verdient, und der Radsport am wenigsten. "Ich sehe großes Potenzial in beiden Teams. Wir wollen beide Teams besser machen und die Talente weiterentwickeln." Tja, ob er seinem Sohnemännchen den Spitznamen Monsieur 70% oder Blutsodickwiemarmelade zukommen lassen möchte....Herr Riis hat sowas von den Schuss nicht gehört.
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