Radsport UCI will gegen "Motordoping" vorgehen

Verbotene Hilfe per Motorantrieb: Im Radsport schon lange ein Thema, jetzt gab es den ersten konkreten Fall. Der Weltverband hat ein energisches Vorgehen gegen diese Art der Manipulation angekündigt.

Radsportlerin van den Driessche: Mit Hilfsmotor erwischt
AFP

Radsportlerin van den Driessche: Mit Hilfsmotor erwischt


Nach dem ersten Fall von "Motordoping" im Radsport hat Weltverbands-Präsident Brian Cookson ein konsequentes Vorgehen angekündigt. "Wir haben schon vorher gesagt, dass Motordoping eine ernsthafte Bedrohung des Sports ist. Jetzt hatten wir den ersten Fall. Wir nehmen das sehr ernst. Wir forschen an weiteren Technologien, die minimal invasiv sind, so dass man nicht das Rad demontieren muss. Wenn es nötig ist, werden wir jedes einzelne Rad jedes einzelnen Fahrers überprüfen", sagte der UCI-Chef am Rande der Katar-Rundfahrt.

Wie Cookson der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, sei bei der überführten belgischen Crossfahrerin Femke Van Den Driessche eine neue Technologie zum Einsatz gekommen. Im U23-Rennen der Frauen bei der Cross-Weltmeisterschaft in Zolder hatten Kontrolleure Ende Januar erstmals bei großen Radsport-Titelkämpfen eine Starterin der verbotenen Nutzung eines Hilfsmotors überführt. Die Fahrerin selbst hatte ihre Unschuld beteuert und von einem Missverständnis gesprochen.

Die UCI hatte erst Anfang des Vorjahres ihren Strafenkatalog um den Punkt "technologischer Betrug" erweitert. Fahrer werden mit sofortiger Disqualifikation, einer anschließenden Sperre von mindestens sechs Monaten und Strafzahlungen belegt.

aha/sid/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
guilty 09.02.2016
1.
es wäre ja interessant zu wissen wie denn der motor gedopt wird?
stefanmargraf 09.02.2016
2. Die UCI
das ist nicht unbedingt dasselbe wie tatsächlich gegen Doping vorzugehen. Femke van den Driessche war wirklich blöd, hätte sie sich vorteilhaft fotografieren lassen, könnte sie mehr verdienen als durch den Einsatz eines Motors...
nickmason 09.02.2016
3.
Zitat von stefanmargrafdas ist nicht unbedingt dasselbe wie tatsächlich gegen Doping vorzugehen. Femke van den Driessche war wirklich blöd, hätte sie sich vorteilhaft fotografieren lassen, könnte sie mehr verdienen als durch den Einsatz eines Motors...
Da wird aber ein nettes Weltbild deutlich: hübsche Sportlerinnen müssen nicht erfolgreich sein; es reicht, wenn sie als Fotomodell mehr oder weniger bekleidet in die Kamera lächeln. Also, Mädels, spart euch die Plackerei...
noalk 09.02.2016
4. weitere Technologien?
Wie wär's mit Wiegen?
susybntp11-spiegel 09.02.2016
5. Klar, Mißverständnis...
... natürlich, wie damals bei Baumann, alles ein Mißverständnis na klar. Dem hatte auch jemand das Doping in die Zahnpasta getan, alles ein Mißverständnis. Der Belgierin hat auch jemand aus versehen das falsche Rad gegeben, es aus versehen vertauscht so zu sagen und das auch noch mit der gleichen Ergonomie wie ihr eigenes Rad, ganz klar ein Mißverständnis. Ich warte auch nur noch auf den Tag wo ein Rennfahrer zugeben muß zwei Herzen zu haben.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.