Hamburg - Lance Armstrong kämpft weiter mit den Folgen seiner Dopingvergehen. Nun verklagt die "Sunday Times" den ehemaligen Radprofi auf Zahlung von 1,6 Millionen Dollar (etwa 1,2 Millionen Euro).
Die britische Zeitung hatte 2004 geschrieben, dass der Amerikaner leistungssteigernde Dopingmittel nehmen würde. Daraufhin initiierte Armstrong einen Verleumdungsprozess, bei dem sich beide Parteien schließlich auf einen Kompromiss geeinigt hatten. Dieser beinhaltete eine Zahlung in Höhe von 300.000 Pfund (etwa 370.000 Euro) an den Radprofi. "Es ist eindeutig, dass das Verfahren grundlos und betrügerisch war", heißt es ist einem Brief der Zeitung an Armstrongs Anwälte.
"Wir fordern nun unsere Ausgleichszahlung inklusive Zinsen zurück und wollen zudem unsere Anwaltskosten erstattet haben", so die Zeitung weiter. Die "Sunday Times" ist die größte sonntägliche Zeitung im Vereinigten Königreich und in Irland.
Ende August hatte die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur Usada die Aberkennung alle sieben Tour-de-France-Titel Armstrongs gefordert. Diesem Antrag entsprach zwei Monate später der Radsport-Weltverband UCI. Im Anschluss hatten sich diverse Sponsoren, darunter Nike und die Brauerei Anheuser-Busch, vom Amerikaner abgewendet.
leh/AP
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