Radsport Degenkolb bangt um den WM-Start

Er ist einer der großen deutschen Medaillenhoffnungen bei der bevorstehenden WM, aber ein Start ist noch ungewiss: John Degenkolb kann wegen einer Entzündung immer noch nicht trainieren. Sein Ausfall würde das deutsche Team hart treffen.

Radstar Degenkolb: Noch nicht wieder im Training
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Radstar Degenkolb: Noch nicht wieder im Training


Hamburg - Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bangt vor der am Sonntag beginnenden WM in Ponferrada um den Start seines Kapitäns John Degenkolb. Der 25-Jährige befindet sich wegen eines angeschwollenen Lymphknotens in der Lendengegend weiter im Krankenhaus in seiner Wahlheimat Frankfurt am Main. "Die Vorzeichen sind nicht die besten. Es ist nicht so, dass er derzeit trainieren könnte", sagte sein Manager Jörg Werner. Wann Degenkolb das Krankenhaus wieder verlassen kann, ist noch unklar.

Der Fahrer vom Team Giant-Shimano, der bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Spanien-Rundfahrt vier Etappen gewonnen hatte, musste bereits seinen Start im Mannschaftszeitfahren am Sonntag absagen. Wichtiger ist aber sein Einsatz eine Woche später im Straßenrennen, wo Degenkolb Chancen auf einen Podestplatz eingeräumt werden.

Ein fast auf Tischtennisballgröße angeschwollener Lymphknoten als Folge einer verdreckten Schürfwunde zwang Degenkolb zum sofortigen Gang zum Arzt. Mit Blick auf die WM ist der gebürtige Thüringer noch zuversichtlich. "Vielleicht ist das gar nicht so schlecht, dass da ein bisschen Druck von meinen Schultern genommen wird. Ich konnte bei der Vuelta auch in schwerem Terrain ganz gut mitfahren, und ich bin nach wie vor optimistisch, dass das nicht innerhalb einer Woche und nach vier Tagen Antibiotika komplett weg sein wird", sagte Degenkolb der "Frankfurter Rundschau".

aha/dpa

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