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Doping: Kittel sieht den Radsport auf einem guten Weg

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AFP

Marcel Kittel

Chance auf einen sauberen Radsport: Marcel Kittel vertraut der neuen Fahrergeneration, er sehe keine "systematische Dopingkultur" mehr. Geständige Ex-Profis sollen eine zweite Chance bekommen.

Sprinter Marcel Kittel hat den Eindruck vermittelt, dass die "systematische Dopingkultur" aus dem Radsport verschwunden sei. "Ich glaube, dass die Mentalität, auch mit den jungen Sportlern, die jetzt nachkommen, eine andere ist", sagte Kittel im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Da hat ein Wechsel stattgefunden." Der Radsport könne mittlerweile "an vielen Stellen sogar als Vorbild gelten".

Der 27-Jährige gibt aber auch zu, dass es weiterhin Altlasten im Radsport gibt. Belastete und uneinsichtige Sportdirektoren wie bei Astana der Kasache Alexander Winokurow würden die Glaubwürdigkeit unterwandern. "Das ist ein Punkt, an dem es schwierig ist: Wenn einer noch im Radsport gehalten wird, auch wenn er keine Einsicht zeigt. Das finde ich äußerst problematisch", sagte Kittel.

Bei geständigen Ex-Profis plädiert der Quick-Step-Fahrer allerdings für die Möglichkeit einer zweiten Chance. "Ich finde es glaubwürdiger, wenn jemand seine Fehler zugegeben hat, bestraft wurde, und dann aktiv - wirklich aktiv - an der Weiterentwicklung teilnimmt und auch glaubhaft rüberbringt, dass er jetzt in eine andere Richtung gehen will", sagte Kittel etwa in Bezug auf seinen dänischen Teamchef und Ex-Telekom-Fahrer Brian Holm.

krä/sid

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