Radrennen Massensturz überschattet Belgien-Rundfahrt

Bei der Belgien-Rundfahrt haben zwei Begleitmotorräder einen Massensturz ausgelöst. Mehrere Fahrer wurden verletzt, ein Radprofi liegt offenbar im Koma.


Die dritte Etappe der 86. Belgien-Rundfahrt ist abgebrochen worden. Zwei Begleitmotorräder haben einen Massensturz verursacht. Insgesamt 19 Fahrer wurden in den Unfall verwickelt. Am schlimmsten erwischte es den Belgier Stig Broeckx, der mit Verdacht auf einen Schädelbruch im Krankenhaus von Aachen im Koma liegt. Das berichtet die belgische Zeitung "Het laatste Nieuws".

Außer Broeckx mussten demnach vier weitere Fahrer ins Krankenhaus gebracht werden, darunter auch der Schwede Fredrik Ludvigsson vom deutschen Team Giant-Alpecin. Er erlitt einen Kahnbeinbruch und wird etwa neun Wochen ausfallen.

Rund 65 Kilometer vor dem Ziel soll es auf einer Abfahrt zu der Kollision von zwei Motorrädern gekommen sein. Eines davon habe am Straßenrand gestanden. Beide Maschinen rutschten in das Feld und erfassten die Fahrer. Das Rennen wurde schließlich abgebrochen.

Für Broeckx war es bereits der zweite schlimme Rennunfall mit einem Motorrad in diesem Jahr. Im Februar hatte der Lotto-Soudal-Teamkollege von André Greipel beim Rennen Kuurne-Brüssel-Kuurne einen Schlüsselbeinbruch erlitten.

Wenige Wochen später war es zu einem weiteren tragischen Unfall mit einem Begleitfahrzeug gekommen. Beim Halbklassiker Gent-Wevelgem kam der belgische Radprofi Antoine Demoitié ums Leben, nachdem er von einem Motorrad erfasst worden war.

mir/dpa



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Robeuten_II 28.05.2016
1. wäre doch einmal eine nützliche Anwendung für Drohnen?
Hmmm - liegt es am höheren Durchschnittstempo, oder an dem Geiz, keine ehemaligen Profiradfahrer als Fahrer der Motorräder einzusetzen? So oder so würde eine Drohne vermutlich seltener abstürzen, als ein Moped dumm im Weg stehen...
bauigel 29.05.2016
2. @Robeuten_II gestern, 21:10 Uhr
Erst Nachdenken, dann schreiben. Und wer soll die Drohnen während einer Etappe von 250 km fliegen? Wie viele Drohnen wollen sie einsetzen bei bis zu 7 h Fahrtzeit? Ganz abgesehen davon, dass es viel zu gefährlich wäre, wenn eine Drohne abstürzt - wie bereits beim Skifahren geschehen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.