Flandern-Rundfahrt Terpstra triumphiert - deutsche Fahrer abgeschlagen

Großer Erfolg für Niki Terpstra: Der Niederländer hat sich erstmals in seiner Karriere den Sieg bei der prestigeträchtigen Flandern-Rundfahrt gesichert. Die deutschen Fahrer erlebten ein Debakel.

Niki Terpstra
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Niki Terpstra


Der niederländische Radprofi Niki Terpstra hat die 102. Flandern-Rundfahrt gewonnen. Der 33-Jährige vom Team Quick-Step Floors kam beim populärsten belgischen Frühjahrsklassiker nach 264,7 Kilometern in 6:21:21 Stunden Fahrzeit elf Sekunden vor dem Dänen Mads Pedersen (Trek-Segafredo) ins Ziel und feierte seinen zweiten Sieg bei einem der fünf Radsport-Monumente.

"Das ist ein Traum. Ich kann nicht beschreiben, wie glücklich ich bin", sagte Terpstra, der vor allem auf den letzten 17 Kilometern dominierte. Dritter wurde Terpstras Teamkollege und Vorjahressieger Philippe Gilbert (Belgien), Weltmeister Peter Sagan (Slowakei) vom deutschen Team Bora-hansgrohe kam direkt hinter Olympiasieger Greg Van Avermaet (Belgien/BMC-Racing) auf Platz sechs.

Bester Deutscher war Nils Politt (Katuscha-Alpecin) auf einem starken 17. Platz. "Ich bin zum dritten Mal hier und jedes Jahr besser geworden. Das macht Hoffnung für die Zukunft", sagte Politt. Klassiker-Spezialist John Degenkolb (Trek-Segafredo), der diesmal vornehmlich als Edelhelfer für den zweitplatzierten Pedersen im Einsatz war, und Politts Teamkollege Tony Martin waren früh zurückgefallen.

Terpstra, 2014 Sieger bei Paris-Roubaix, hatte sich in der Schlussphase aus der Favoritengruppe abgesetzt und war zu drei Ausreißern vorgefahren. Diese ließ er 17 Kilometer vor dem Ziel stehen und fuhr mit einem starken Soloritt zum Triumph. Für Quick-Step war es der 21. Sieg im Jahr 2018.

Rudi Altig (1964) und Steffen Wesemann (2004) bleiben damit die bislang einzigen deutschen Sieger der Flandern-Rundfahrt. Den letzten deutschen Podestplatz hatte 2009 der mittlerweile für Australien startende Heinrich Haussler erreicht.

bam/sid



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decathlone 01.04.2018
1. Nicht so gnadenlos...
Ein Debakel? Keiner der deutschen Fahrer war für dieses Rennen unter den Topfavoriten. John Degenkolb ist wohl immer noch angeschlagen und ist deshalb für Stuyven gefahren, der unter die Top Ten fuhr. Immerhin fuhr sein Team mit Mads Pedersen auch den 2. Platz ein. Ich würde es nicht als Debakel sehen, wenn mein Team mit meiner Hilfe so abschneidet. Nils Politt hat sich hervorragend geschlagen und auch Toni Martin war stark. Es war heute nichts zu machen gegen die taktische Übermacht von Quickstep, auch wenn es zeitweise so aussah. Die Ronde ist mit über 260 km ein sehr schweres Rennen, wo es jeden Moment durch einen Sturz oder eine Unachtsamkeit vorbei sein kann.
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