18. Tour-Etappe Riblon kürt sich zum König von Alpe d'Huez

Christophe Riblon hat die Königsetappe gewonnen - und zugleich für den ersten französischen Tagessieg bei der 100. Tour de France gesorgt. Im Gesamtklassement behauptete Christopher Froome sein Gelbes Trikot, obwohl der Brite kurz vor dem Ziel einen Hungerast erlitt.

Christophe Riblon: Sieg auf Etappe 18
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Christophe Riblon: Sieg auf Etappe 18


Hamburg - Der französische Radprofi Christophe Riblon hat die Königsetappe der 100. Tour de France nach L'Alpe d'Huez gewonnen und für den ersten Heimsieg beim Jubiläum gesorgt.

Riblon fing am Donnerstag nach 172,5 Kilometern bei der Bergankunft noch den lange führenden Amerikaner Tejay van Garderen ab. Tour-Spitzenreiter Christopher Froome verteidigte trotz Problemen beim Schlussanstieg sein Gelbes Trikot und ist dem Gesamtsieg erneut näher gekommen. Der ärgste Verfolger Alberto Contador verlor knapp eine Minute. Doch ein Anfängerfehler des Briten in der Schlussphase hätte sich beinahe fatal ausgewirkt. Froome, der bis dahin sämtliche Attacken von Contador souverän gekontert hatte und dem Spanier schließlich davongefahren war, hatte zu wenig gegessen, rund vier Kilometer vor dem Ziel brach Froome ein.

Sein Helfer Richie Porte musste sich zurückfallen lassen und seinem Kapitän ein Elektrolyt-Gel organisieren, Froome kämpfte sich als Siebter ins Ziel, bekam aber später noch eine Zeitstrafe von 20 Sekunden aufgebrummt. Bei der Tour ist es verboten, sich auf den letzten 20 Kilometern aus den Teamfahrzeugen versorgen zu lassen.

Vor den letzten drei Tourtagen führt Froome nun mit 4:51 Minuten auf Contador. Der junge Kolumbianer Nairo Quintana nahm dem Mann in Gelb rund eine Minute ab, ist nun mit 5:32 Rückstand Dritter.

Sieger Riblon hatte als einer von diversen Ausreißern im Schlussanstieg den schon wie der sichere Sieger aussehenden van Garderen kurz vor dem Ziel noch abgefangen und seinen zweiten Erfolg bei einer Tour-Bergankunft nach Ax-3 Domaines 2010 gefeiert. "Das ist einfach unglaublich", sagte der tief bewegte Franzose.

Erholen können sich die Profis nur kurz, die 19. Etappe am Freitag wird kaum weniger anspruchsvoll: Auf den 204,5 Kilometern nach Le Grand-Bornand stehen bereits in der ersten Hälfte mit dem Col du Glandon und dem Col de la Madeleine zwei legendäre Anstiege der höchsten Kategorie auf dem Programm, bis ins Ziel folgen zwei weitere Bergwertungen der ersten und eine der zweiten Kategorie (ab 10.55 Uhr im Liveticker bei SPIEGEL ONLINE).

luk/dpa

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insgesamt 32 Beiträge
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Seite 1
mdschmid 18.07.2013
1. Eine grandiose Etappe...
...mit einer tollen Dramaturgie. Respekt vor allen Beteiligten. Riblon war einfach fantastisch auf den letzten 2 km. Und Froome hat gezeigt, dass er nicht Unverwundbar ist. Ich freue mich auf Morgen!
just_ice 18.07.2013
2. erst mal abwarten
was die Dopingproben zu Tage bringen. In 1-3 Monaten wissen wir mehr. Bis dahin ist Riblon nur der vorläufige Sieger dieser Königsetappe.
seebaerkajuete 18.07.2013
3.
Ein menschlicher Froome... Unfassbar wie spannend die Tour geworden wäre ohne Froome. Porte, Valverde, Mollema, Contador und jetzt fast noch Quintana in Gelb. Schade Beate
Hannes2 18.07.2013
4.
Schade für Roman Kreuziger, er hat heute am meisten verloren im Blick aufs Podium. Wenn er nicht für Contador ackern müsste...
michlauslöneberga 18.07.2013
5. Ist schon klar,
Zitat von just_icewas die Dopingproben zu Tage bringen. In 1-3 Monaten wissen wir mehr. Bis dahin ist Riblon nur der vorläufige Sieger dieser Königsetappe.
Ihnen kann man nichts vormachen, Sie wissen ja schließlich Bescheid.
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