Hamburg - Rudolf Scharping bleibt für vier weitere Jahre Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Der 65-Jährige setzte sich am Samstag im Rahmen der Bundeshauptversammlung des Verbandes in Gelsenkirchen gegen Herausforderin Sylvia Schenk überraschend deutlich mit 411 zu 156 Stimmen durch. Zudem gab es 26 ungültige Stimmen oder Enthaltungen.
"Ich nehme die Wahl an und werde mich bemühen", sagte Scharping, der den Posten seit 2005 ausfüllt und in seine dritte Amtszeit geht. Schenk hatte dem BDR von 2001 bis 2004 vorgestanden. Die Wahl zum Vizepräsidenten des BRD entschied Amtsinhaber Günter Schabel mit 325:265 Stimmen gegen den langjährige Spitzen-Bahnradprofi Robert Bartko für sich.
Knapp eine Stunde vor Beginn der Abstimmung hatte sich Scharping im "Bericht des Präsidiums" an die Delegierten gewandt und dabei als einzig möglicher Steuermann dargestellt, der den Verband durch die von Themen wie den Anti-Doping-Kampf oder die finanzielle Stabilität aufgewühlte See manövrieren kann.
Dabei war lange nicht klar, ob Scharping überhaupt kandidieren würde. Noch vor wenigen Wochen hatte der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat eine weitere Amtszeit ausgeschlossen, hatte sich dann aber doch dazu bereiterklärt. Von besonderer Bedeutung seien zahlreiche Anrufe und E-Mails gewesen, die er in den vergangenen Tagen erhalten habe. "Darunter Nachrichten von 13 der 17 Landesverbandspräsidenten", so Scharping.
mib/sid/dpa
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Radsport | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH