Radsport Sky zieht sich als Sponsor und Teameigner zurück

Es war das dominierende Radsportteam der vergangenen Jahre. Nun wurde bekannt: Das Medienunternehmen Sky wird sein Engagement im Radsport nach der Saison 2019 beenden.

Tom Dumoulin und die Sky-Fahrer Geraint Thomas und Christopher Froome (v.l.)
AFP

Tom Dumoulin und die Sky-Fahrer Geraint Thomas und Christopher Froome (v.l.)


Das britische Radsportteam Sky um Tour-de-France-Gewinner Geraint Thomas muss sich nach einem neuen Eigner und Hauptsponsor umschauen. Das Medienunternehmen Sky gab bekannt, die "äußerst erfolgreiche Partnerschaft" nach der Saison 2019 zu beenden. Auch die Zusammenarbeit mit dem britischen Radsportverband werde nicht fortgesetzt.

Das Team soll unter einem anderen Namen auch in der Saison 2020 an den Start gehen, wenn ein neuer Geldgeber gefunden wird. Dies dürfte sich als schwieriges Unterfangen erweisen, die vielen Erfolge der kostspieligen Mannschaft sind teuer erkauft. Sky gilt mit einem geschätzten Jahresbudget von etwa 34 Millionen Euro als das mit Abstand finanzstärkste Team.

Sky engagiert sich seit 2008 im Radsport und startete damals mit einer Kooperation mit British Cycling. Das Team Sky war im Februar 2009 gegründet worden und hat seither drei britische Fahrer zum Tour-Triumph geführt: Sir Bradley Wiggins (2012), Chris Froome (2013, 2015, 2016, 2017) und zuletzt Thomas (2018). Das Team war in der Vergangenheit wegen Doping-Vorwürfen gegen Wiggins und Froome aber auch wiederholt unter Druck geraten.

sak/sid/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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marthaimschnee 12.12.2018
1. Präventivmaßnahme
so kommt man einer drohenden Budgetbegrenzung durch den UCI zuvor, infolge dessen sich die Mannschaft in der Form sowieso nicht hätte halten lassen.
tepchen 12.12.2018
2. Ein guter Tag für den Radsport aber nur
wenn der neue Sponsor nicht so viele Millionen an das Dopingteam zahlt. Sondern es so finanziert wie die anderen Teams auch ausgestattet sind. Im Radsport sollte dringend Financial-Fair-Play eingeführt und besser als im Fussball durchgesetzt werden.
gtx4100 12.12.2018
3. Naja
Der ganze Profisport ist Doping verscheut, beim Radsport hat man es halt mehr wahrgenommen, insgesamt ist das schon sehr scheinheilig. Kein Sprinter läuft so schnell, weil der die Schuhe der Marke xy hat. Kein Fußballer hat die Ausdauer, weil er braune Fettcreme frisst etc . :-)
matthip 12.12.2018
4. Spannend
Für die Zukunft des Radsports eine gute Nachricht. Sky war einfach zu dominant und ist in den Bergen gefahren wie einst die unseligen Armstrong-Teams. Damit dürfte dann auch die Ära Froome zuende gehen, von dem jemand mal sagte, er sitzt auf dem Rad als würde er einen Einkaufswagen schieben. Schön anzusehen war das nie. Das Thema Doping überlasse ich an dieser Stelle anderen.
Prussia Culé 12.12.2018
5. Dominanz?
Zitat von matthipFür die Zukunft des Radsports eine gute Nachricht. Sky war einfach zu dominant und ist in den Bergen gefahren wie einst die unseligen Armstrong-Teams. Damit dürfte dann auch die Ära Froome zuende gehen, von dem jemand mal sagte, er sitzt auf dem Rad als würde er einen Einkaufswagen schieben. Schön anzusehen war das nie. Das Thema Doping überlasse ich an dieser Stelle anderen.
Wenn es um Dominanz im Radsport geht, dann gibt es oft zweierlei Reaktionen: Quick Step Floors dominiert die meisten Rennen, vor allem Klassiker (50-70 Siege 2013, 14, 15, 16, 17 & 18): "Beeindruckend!" ----- BMC dominiert die Teamzeitfahren: "Beeindruckend!" ----- Peter Sagan dominiert das Grüne Trikot seit Jahren: "Beeindruckend!" ----- Sky dominiert die Tour: "Langweilig!", "Es muss gegen Sky interveniert werden!", "Das ist nicht normal!"
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