Hamburg - Die Urteilsbegründung des Cas werde in den "nächsten Wochen" vorliegen, hieß es am Freitag. Durch die Aufhebung der Beschränkung darf Katjuscha auch an der kommenden Tour de France (29. Juni bis 21. Juli 2013) teilnehmen. Als Konsequenz muss die UCI nun entscheiden, ob aus dem Kreis der 18 Erstliga-Teams nun für Katjuscha ein anderes Team ausscheiden muss. Ansonsten wären für die laufende Saison 19 WorldTour-Teams zugelassen.
Die UCI hatte dem Team um den Weltranglisten-Ersten Joaquim Rodriguez (Spanien) im Vorjahr den WorldTour-Status aus "ethischen Gründen" verweigert. "Uns wurde mitgeteilt, dass Katjuscha von 2009 bis 2012 die meisten Dopingfälle aller Pro-Tour-Teams hatte. Außerdem hat die UCI bemängelt, wir würden teamintern zu wenig Tests durchführen lassen", sagte Generalmanager Wjatscheslaw Jekimow im Dezember 2012.
"Es ging um den Dopingfall unseres Sprinters Galimzianow. Fünf Minuten, nachdem seine positive Kontrolle im März 2012 auf Epo bekanntgeworden war, habe ich ihn rausgeschmissen - was sollte ich mehr machen", sagte Ex-Manager Hans-Michael Holczer, der sein ehemaliges Team vor dem Cas mit vertreten hatte.
Am Ende der abgelaufenen Saison war Holczer von dem ehemaligen Teamkollegen Lance Armstrongs, Jekimow, als Generalmanager bei Katusha ersetzt worden. Holczer rückte auf den Beraterposten des russischen Radsport-Verbandes, Ex-Sprinter Erik Zabel blieb im Team sportlicher Leiter. "Nach dem Cas-Urteil geht es mir blendend", sagte Holczer der Nachrichtenagentur dpa.
Nicht nur abseits der Strecke feiert Katusha damit einen Erfolg. Rodriguez hatte auf der Königsetappe der Oman-Rundfahrt gerade die fast komplett versammelte Rundfahrt-Elite einschließlich Alberto Contador geschlagen.
chp/dpa/sid
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