Radsport Tony Martin Weltmeister im Einzel-Zeitfahren

Auf Gold folgt Gold: Nach dem WM-Sieg im Teamzeitfahren hat Tony Martin auch in der Einzelwertung triumphiert. Er verwies Bradley Wiggins und Fabian Cancellara auf die weiteren Plätze.

Radprofi Martin: Dritter WM-Titel in Folge
AP/dpa

Radprofi Martin: Dritter WM-Titel in Folge


Hamburg - Tony Martin ist bei den Rad-Weltmeisterschaften in Florenz zum WM-Hattrick gerast. Der 28-Jährige sicherte sich seinen dritten Zeitfahr-Titel in Folge. Über die Distanz von 57,9 Kilometer ließ er der hochkarätigen Konkurrenz keine Chance.

Martin fuhr auf der fast durchweg flachen Strecke zwischen Montecatini Termine und dem Nelson Mandela Forum in 1:05:36 Stunden die schnellste Zeit. Der Titelverteidiger ging als letzter von 79 Startern auf die Strecke und verwies Zeitfahr-Olympiasieger Bradley Wiggins aus Großbritannien, der 2012 die Tour de France gewonnen hatte, mit 46 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Der vierfache Weltmeister Fabian Cancellara aus der Schweiz wurde Dritter (+48 Sekunden).

"Ich hatte viel Druck, der zweite Platz wäre eine Enttäuschung gewesen. Deshalb ist das richtig emotional für mich. Das ist das Highlight meiner Saison, etwas ganz, ganz Besonderes", sagte Martin nach seinem Sieg.

Martin sicherte sich damit seine zweite Goldmedaille innerhalb von vier Tagen. Zum WM-Auftakt hatte er maßgeblichen Anteil am erneuten Titelgewinn seiner Omega Pharma-Quick-Step-Mannschaftim Teamzeitfahren.

Bei der Zieldurchfahrt streckte Martin drei Finger der linken Hand aus, um seinen Triumph zu symbolisieren. "Bereits am Berg ist es für Tony gut gelaufen. Das war heute alles optimal. Auf der Länge der Strecke hatte er die meiste Kraft und war im Finale klar der Stärkste von allen", sagte sein Omega-Teamchef Jan Schaffrath. Rudolf Scharping, der Präsident des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) beglückwünschte Martin zu seiner Triumph: "Ich freue mich sehr. Großartig, dass er den Hattrick geschafft hat."

Martin ist der erst zweite Fahrer, der sich beim WM-Einzelzeitfahren dreimal in Folge den Sieg gesichert hat. Zwischen 2003 und 2005 war das außerdem dem Australier Michael Rogers gelungen.

Enttäuschend waren die Auftritte von Patrick Gretsch und Bert Grabsch. Gretsch, der sich Hoffnungen auf eine Platzierung unter den ersten zehn Plätzen gemacht hatte, blieb als 38. (+ 5:14) weit unter seinen Möglichkeiten, verlor aber auch durch einen Sturz nach etwa 40 Kilometern wertvolle Zeit. Grabsch wollte eigentlich ein Ausrufezeichen setzen nach einer bislang dürftigen Saison. Doch der Weltmeister von 2008 kam auf den 20. Rang (+ 3:41).

ham/mon/sid/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
Hafturlaub 25.09.2013
1.
Zitat von sysopGetty ImagesAuf Gold folgt Gold: Nach dem WM-Sieg im Teamzeitfahren hat Tony Martin auch in der Einzelwertung triumphiert. Er verwies Bradley Wiggins und Fabian Cancellara auf die weiteren Plätze. http://www.spiegel.de/sport/sonst/radsport-tony-martin-weltmeister-im-einzel-zeitfahren-a-924518.html
Spannendes Rennen, super Leistung, wahnsinniges Tempo. Glückwunsch!
doubletrouble2 25.09.2013
2. Das ist ja schneller...
...als die Thüringer Polizei erlaubt ! Glückwunsch!
iNSTEIN 25.09.2013
3. optional
Ich sitze als Hobbyfahrer selbst jedes Jahr ein paar tausend Kilometer im Sattel und bin ein- oder zweimal im Jahr mit Radkoffer auf Malle. Und trotzdem (oder gerade deshalb): 50km/h ohne Windschatten und das ununterbrochen eine Stunde lang, boah ey, das wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Hut ab bis zum Erdmittelpunkt.
lupo44 25.09.2013
4. eine ganz tolle Leistung...
von Martin.Glückwunsch!!! Der deutsche Radsport hat solche Erfolge sehr nötig nach den Dopingfällen großer deutscher Fahrer.Alles Gute für die Zukunft.Ein Ansporn für die Jugend.
s_v_l 25.09.2013
5. Glückwunsch
an Tony Martin. Der Junge drückt ein 58er Kettenblatt - unvorstellbar!
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