Tennis in Indian Wells Zverev bringt Nadal an den Rand der Niederlage

Das war ganz knapp: Fast wäre es Alexander Zverev beim Tennisturnier in Indian Wells gelungen, den großen Rafael Nadal zu besiegen. Aber trotz eines 0:6 im zweiten Satz setzte sich der Spanier am Ende durch.

Alexander Zverev
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Alexander Zverev


Alexander Zverev hat die Überraschung gegen Tennis-Topstar Rafael Nadal nur knapp verpasst und ist beim ATP-Masters-Turnier in Indian Wells als letzter Deutscher ausgeschieden. Nach einem sehr guten Auftritt und Matchball im dritten Satz verlor der 18-Jährige das Achtelfinale 7:6 (10:8), 0:6, 5:7.

Im ersten Aufeinandertreffen mit dem 14-maligen Grand Slam-Gewinner aus Spanien trat Zverev selbstbewusst auf. Von Beginn an stellte er Nadal vor allem mit seinen harten Aufschlägen vor Probleme. Lediglich im zweiten Durchgang war der ehemalige Weltranglisten-Erste klar besser.

Im Entscheidungssatz fing sich Zverev schnell, führte 4:1 und hatte bei Aufschlag Nadal sogar Breakchance zum 5:1. Diese konnte der 1,98 Meter große Teenager aber nicht nutzen. Wenig später lag er bei eigenem Service jedoch 5:3 und 40:30 vorn, nur noch ein Punkte fehlte zum Viertelfinal-Einzug. Aber Zverev vergab den Matchball überhastet, als er einen einfachen Vorhandvolley ins Netz spielte. "Ich habe den wohl einfachsten Schlag im gesamten Match verhauen", sagte er später verärgert.

Nadal nahm dem Deutschen anschließend zweimal den Aufschlag ab und nutzte seinen ersten Matchball zum Sieg. "Ich habe gegen einen großartigen Spieler gespielt, jemand, der vor allem zu Beginn unglaublich serviert hat. Es tut mir für ihn leid, aber ich denke, ich habe den Sieg verdient", sagte der Weltranglisten-Fünfte, der 2:34 Stunden für den Zittersieg benötigte.

Deutlich souveräner spielte Novak Djokovic. Der serbische Titelverteidiger brauchte für seinen 6:3, 6:3-Erfolg gegen Feliciano Lopez (Spanien) nur 66 Minuten. Im Frauen-Feld schied Vorjahres-Champion Simona Halep im Viertelfinale aus. Die Rumänin unterlag der amerikanischen Weltranglisten-Ersten Serena Williams 4:6, 3:6.

aha/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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Sibylle1969 17.03.2016
1. Potenzial
Der Junge hat ganz eindeutig ein Riesen-Potenzial. Wenn man sieht, wie er jetzt schon gegen die ganz Großen spielt, dann sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis er solche engen Matches auch mal gewinnt. Hoffentlich macht sein Körper mit, dann sollten wir Tennisfans in den nächsten Jahren viel Freude an den Burschen haben.
nils.anders.5 17.03.2016
2. Der Wahnsinn!
Habe das Spiel gestern Nacht im Pay-TV gesehen. Vor allem im ersten Satz Weltklassetennis von Nadal und Zverev. Unglaublich wie Nervenstark und mutig Sascha Zverev gegen Nadal agiert hat. Der verschlagene Volley beim Matchball von Sascha war der schlimmste unerzwungene Fehler seiner bisherigen Karriere, aber vielleicht sollte dieser Sieg jetzt noch nicht sein. Trotzdem, mir hat er zum Schluss sehr leid getan. In jedem Fall ein potentieller Top 3 Spieler - Dauert noch etwas!
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