Olympische Sommerspiele 2012 Nadal sagt verletzt ab, Semenya trägt Fahne

Tennisstar Rafael Nadal wird nicht bei den Olympischen Sommerspielen an den Start gehen. Der DOSB hat die deutschen Tennisprofis Mona Barthel und Anna-Lena Grönefeld nachnominiert. Und: Leichtathletin Caster Semenya wird bei der Eröffnungsfeier die Fahne Südafrikas tragen.

Tennisprofi Nadal: "Ich fühle mich nicht in Form"
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Tennisprofi Nadal: "Ich fühle mich nicht in Form"


Hamburg - Tennisprofi Rafael Nadal hat seine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen (27. Juli bis 12. August) abgesagt. Der Olympiasieger von 2008 kann in London wegen anhaltender Knieprobleme nicht starten. "Ich fühle mich nicht in Form, um anzutreten. Das ist einer der traurigsten Momente meiner Karriere", sagte der Spanier. Nadal war als Fahnenträger für die spanische Mannschaft während der Eröffnungsfeier vorgesehen. Beim Wimbledon-Turnier war der 26-Jährige bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Seitdem hatte er kein Match mehr bestritten.

Mit Radprofi Samuel Sánchez hat noch ein zweiter spanische Olympiasieger von 2008 abgesagt. Der 34 Jahre alte Sanchez war bei der Tour de France auf der siebten Etappe gestürzt und einen Schlüsselbeinbruch erlitten. "Er hat noch große Schmerzen in Hand und Schulter. Er kämpft auch mit Problemen, den Lenker zu halten und die Gangschaltung zu bedienen. Das könnte gerade im Straßenrennen gefährlich werden", sagte der spanische Nationaltrainer Jose Luis de Santos.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die beiden Tennisspielerinnen Mona Barthel und Anna-Lena Grönefeld als Ersatz für die verletzte Andrea Petkovic nachnominiert. Der Tennis-Weltverband ITF hatte dem Wechsel schon zuvor zugestimmt. Barthel wird im Einzel spielen, Grönefeld an der Seite von Julia Görges im Doppel. Durch die Nachnominierung ist die deutsche Olympia-Mannschaft um eine Athletin auf 392 Sportler gewachsen.

Leichtathletin Caster Semenya darf bei der Eröffnungsfeier am 27. Juli die südafrikanische Fahne tragen. Das gab das Nationale Olympische Komitee SASCOC bekannt. "Caster ist ein absolutes Vorbild für alle Sportler und Sportlerinnen in Südafrika", sagte Präsident Gideon Sam. Die 21-Jährige war 2009 bei ihrem WM-Sieg über 800 Meter in Berlin in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, da Zweifel an ihrem weiblichen Geschlecht aufgekommen waren. Bis zur Klärung durch Experten und der erneuten Starterlaubnis durch den Internationalen Leichtathletik-Verband IAAF hatte sie ein Jahr lang keine Wettkämpfe bestreiten dürfen.

rei/dpa/sid

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