Zweimaliger Motorrad-Vizeweltmeister Ralf Waldmann tot aufgefunden

Ralf Waldmann ist tot. Der ehemalige Motorrad-Profi wurde im Alter von 51 Jahren leblos in seinem Elternhaus aufgefunden. Die Todesursache ist noch nicht geklärt.

Ralf Waldmann
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Ralf Waldmann


Der zweimalige Motorrad-Vizeweltmeister Ralf Waldmann ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Der Gewinner von 20 Grand-Prix, der bis zuletzt TV-Experte beim Sender Eurosport war, wurde nach Informationen des Fachportals speedweek.com bereits am Samstag tot aufgefunden.

Waldmann fuhr zwischen 1986 und 2009 um die WM, seine größten Erfolge waren die beiden zweiten Plätze bei den 250ern in den Jahren 1996 und 1997. 50 Mal fuhr Waldmann in seiner Karriere auf das Podium.

"Wir bedauern den Tod des vielfachen Grand-Prix-Siegers Ralf Waldmann, unsere Gedanken sind bei seinen Freunden und bei seiner Familie", teilten Verantwortliche der MotoGP mit.

Eurosport kondolierte via Twitter: "Schweren Herzens nehmen wir Abschied von unserem MotoGP-Experten Ralf Waldmann. Du warst ein großer Sportsmann und ein toller Kollege. Wir werden Dich vermissen. Unser Beileid und Mitgefühl gilt der Familie Waldmann."

Alex Hofmann, Eurosport-Kollege und früherer MotoGP-Pilot, schrieb: "Fahre in Frieden, Waldi. Du warst so schnell auf der Strecke und einzigartig abseits der Strecke."

Laut speedweek.com war der gelernte Klempner Waldmann am Samstag zu seinem Elternhaus in Ennepetal gefahren, um Handwerksarbeiten zu erledigen. Als Waldmann nicht pünktlich zurückkam, machte sich seine Lebensgefährtin auf den Weg und fand ihn leblos auf. Die Todesursache ist bislang nicht geklärt.

mru/sid

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insgesamt 3 Beiträge
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rattrapante 11.03.2018
1. Waldi war der beste Motorradsportler
den Deutschland je hatte. Mag sein, dass Toni Mang Titel gewonnen hat, die dem Ralf verwehrt blieben, aber er war wirklich begnadet. Seinen letzten GP-Sieg möchte ich erwähnen, Donnington 2000, ich werde dieses Rennen niemals vergessen. Und die Fights gegen Biaggi, Harada, Capriossi, etc in den späten 1990er Jahren. Viel wichtiger aber, ich mochte ihn als Mensch wirklich sehr. Ein netter, kumpelhafter Typ ohne irgendwelche Allüren, einfach authentisch. In den letzten Jahren konnte man ihn bei privaten Renntrainings als Instruktor oder bei Amateurrennen als Gaststarter treffen und ich kann es nicht anders sagen, er war echt ein super Typ. Ich bin wirklich sehr traurig. Tschüss, Ralf
lightningx1 11.03.2018
2. Traurig
Waldi war ein ganz Großer. Seine Unbekümmertheit war beispiellos. Ich muss mich meinem Vorredner rattrapante anschließen . Er war unser größtes Talent. Auf und Abseits der Rennstrecke ist er immer mit beiden Füßen auf dem Boden gewesen. Magst Du immer einen Handspalt Gummi unter Dir auf dem Asphalt haben Waldi. Keep Racing
cbrschatz 12.03.2018
3. Tschüss Ralf
Ich möchte mich meinen Vorrednern gern anschließen. Ich kannte ihn leider nicht persönlich, habe ihm aber in etlichen Motorradrennen an der Rennstrecke und vorm TV zugesehen und angefeuert. Wenn ich daran denke, wie oft ich mitten in der Nacht aufgestanden bin, den TV eingeschaltet und ihm beim Fahren zugeschaut habe. Seine legendären Duelle mit Max Biaggi oder auch seinem damaligen Teamkollegen Jürgen Fuchs waren immer sehenswert. In seinen Interviews nach den Rennen hat man gemerkt, dass er kein egoistischer, hochnäsiger möchtegern-Promi war, sondern der Waldi von nebenan. Mein Beileid und Mitgefühl gilt seiner Familie! Lieber Waldi, ich wünsche dir, dass im Himmel deine gelb-orangene HB-Honda auf dich wartet und du dort endlich deinen hochverdienten Weltmeistertitel einfährst! Schade, dass es dich nicht mehr gibt! R.I.P. von einem sehr traurigen, großen Fan
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