Rallye Dakar Auftakt im Schneematsch

Bei Minusgraden und Schneefall ist am Neujahrstag die 26. Wüsten-Rallye Dakar gestartet worden. Nach dem Prolog im französischen Clermont-Ferrand waren die deutschen Pilotinnen Andrea Mayer und Jutta Kleinschmidt mit ihrem Abschneiden sehr zufrieden.


 Test für 2005: VW-Pilotin Kleinschmidt
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Test für 2005: VW-Pilotin Kleinschmidt

Clermont-Ferrand - Auf dem 1,5 Kilometer langen Prolog, einem Rundkurs bei Clermont-Ferrand, belegte Andrea Mayer im Mitsubishi Pajero in 1:46,56 Minuten den sechsten Rang. "Das war ein gelungener Start. Die riesige Zuschauerkulisse hat mich begeistert. Meine Aufgabe im Team ist klar definiert: Ich fahre das vierte Auto, habe die Ersatzteile für die anderen dabei und muss anhalten, wenn ich Hilfe leisten muss", sagte Mayer.

VW-Pilotin Kleinschmidt, die die Wüsten-Rallye 2001 im Mitsubishi Pajero als erste Deutsche und als erste Frau gewann, fuhr in 1:54,75 auf Platz 13. "Wir testen hier für 2005 und wollen daher mit viel gewonnener Erfahrung ins Ziel kommen", erklärte Kleinschmidt, "der Auftakt war wegen des tiefen Bodens aber nicht ganz einfach. Mit meiner Platzierung bin ich zwar ganz zufrieden, allerdings ist mir der Zeitabstand auf Shinozuka zu groß. Die eigentliche Rallye aber beginnt erst in Afrika."

An die Spitze setzte sich der Japaner Kenjiro Shinozuka (Nissan) in 1:41,62 Minuten. Dahinter folgten der Südafrikaner Giniel de Villiers (Nissan/1:42,15) und Italiens Mitsubishi-Pilot Miki Biasion (1:42,26).

Rund 5000 Zuschauer jubelten den 142 Autos, 195 Motorrädern und 63 Lastwagen auf dem ersten von insgesamt 17. Wegstücken zu. Am 18. Januar wird die Motor-Karawane nach mehr als 11.000 Kilometern in Senegals Hauptstadt ankommen.

Nach dem Prolog ging es auf einer 395 Kilometer langen Strecke über die Autobahn Richtung Narbonne. Die zweite Etappe führt am 2. Januar über eine 25 Kilometer lange Spezialprüfung von Narbonne nach Castellon. Der Start und die Etappe durch Frankreich waren gefährdet, nachdem Umwelt-Aktivisten versucht hatten, den französischen Streckenabschnitt verbieten zu lassen. Am Mittwochabend aber entschied ein Gericht in einem Schnellverfahren für den Veranstalter.



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