Rallye Dakar Motorradfahrer verunglückt tödlich

Bei einem tragischen Unfall auf einem Verbindungsstück der Rallye Dakar ist ein französischer Motorradfahrer gestorben. Thomas Bourgin kollidierte mit einem Polizeiauto, das auf der Fahrbahn in die falsche Richtung fuhr.

KTM-Pilot Bourgin: Unglück bei erster Dakar-Teilnahme
AP

KTM-Pilot Bourgin: Unglück bei erster Dakar-Teilnahme


Hamburg - Nicht einmal sieben Etappen der Rallye Dakar sind absolviert und es gibt schon drei Tote. Auf dem Weg zum Start des siebten Teilstücks in Calama verunglückte der französische Motorrad-Pilot Thomas Bourgin im Norden Chiles. Der 25-Jährige kollidierte um 8.23 Uhr Ortszeit frontal mit einem Polizeiauto, das auf der Fahrbahn in die falsche Richtung fuhr. Bourgin erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

"Das Medizinteam konnte nur noch den Tod feststellen", teilten die Organisatoren der Rallye auf der offiziellen Homepage mit. Bourgin stammte aus St. Etienne und nahm zum ersten Mal an der Rallye teil. Er ist das 62. Todesopfer in der Geschichte der Dakar.

Am Donnerstag waren bei einem schweren Verkehrsunfall am Rande des Rennens bereits zwei Menschen gestorben. Ein Service-Fahrzeug aus dem Dakar-Tross und zwei Taxis waren an dem Crash im peruanischen Tacma beteiligt, bei dem zudem sieben Menschen schwer verletzt worden waren.

max/sid



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insgesamt 7 Beiträge
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barlog 11.01.2013
1.
Die Geisterfahrer-Unglücksserie reisst einfach nicht ab.
rihermosilla 11.01.2013
2. Komisch
Der Unfall ist noch in Untersuchung in Chile, aber der Spiegel weiss, dass die chilenischen Polizisten im Polizeiauto als Geisterfahrer unterwegs waren. Dass der französische Teilnehmer mit erhöhter Geschwindigkeit die StVO nicht beachtet haben könnte und von der Fahrbahn in einer Kurve kam und somit frontal das Polizeiauto rammte, ist nicht möglich. Stimmt, in Chile fahren ja Polizisten sowieso nicht ordungsgemäss, aber europäische Rennfahrer die es gerade etwas eilig haben schon. Komisch. Abwarten was die Untersuchung bringt.
burghard42 11.01.2013
3. Da
Zitat von sysopBei einem tragischen Unfall auf einem Verbindungsstück der Rallye Dakar ist ein französischer Motorradfahrer gestorben. Thomas Bourgin kollidierte mit einem Polizeiauto, das auf der Fahrbahn in die falsche Richtung fuhr. http://www.spiegel.de/sport/sonst/rallye-dakar-franzoesischer-motorradfahrer-verunglueckt-toedlich-a-877086.html
ich schon in Tacna,Calama,Arica unterwegs war,erlaube ich mir ein Urteil abzugeben. Die Fernverkehrsstraßen sind eigentlich recht gut ausgebaut, nur halt nicht gegen ein "unabsichtliches Verlassen" der Fahrbahn gesichert.......in den Anden kann das ganz schnell ein Absturz um dutzende Meter bedeuten. Aber: ich bewundere die Fahrer der Rallye im freien Gelände und möchte mit denen nicht tauschen,schon gar nicht als Beifahrer Und: das tempo der Fahrer und Begleitfahrzeuge wird wohl eher nicht den Fahrbahnbedingungen,Temperaturen,Sichtverhältnissen usw. angepasst sein,also viel zu schnell für die anderen Verkehrsteilnehmer....
tom_qv 11.01.2013
4. Verbindungsetappe
Der Unfall ereignete sich auf einer Verbindungsetappe. Verbindungsetappen werden präzise überwacht bei der Dakar. Jeder Teilnehmer hat ein vom Veranstalter gestelltes GPS, welches mit allen Geschwindigkeitsbeschränkungen programmiert ist und ständig das gefahrene Tempo speichert. Bei der kleinsten Überschreitung bekommt der Fahrer sofort eine unübersehbare Warnung im Display und weiterhin automatisch eine saftige Zeitstrafe aufgebrummt. Niemand hält sich strikter an die Verkehrsregeln als ein Dakar-Teilnehmer auf einer Verbindungsetappe.
Nabob 12.01.2013
5. Rallye Dakar nicht mehr veranstalten
Zitat von sysopBei einem tragischen Unfall auf einem Verbindungsstück der Rallye Dakar ist ein französischer Motorradfahrer gestorben. Thomas Bourgin kollidierte mit einem Polizeiauto, das auf der Fahrbahn in die falsche Richtung fuhr. http://www.spiegel.de/sport/sonst/rallye-dakar-franzoesischer-motorradfahrer-verunglueckt-toedlich-a-877086.html
Die deutschen Autoproduzenten sollen siche andere Bühnen ihrer technischen Selbstdarstellung suchen. Diese Rallye ist weitgehend aus dem Gesichtskreis der internationalen Motorsportinteressenten entschwunden, aus politischen Gründen ist man nach Südamerika ausgewichen. Wer unbedingt sterben will, kann es auch bequemer haben. Motorsportlich ist diese Rallye auch nicht aussagekräftig, weil es bekanntlich lediglich auf technisches Glück und auf Geschick/die Erfahrung des Fahrerteams ankommt. Und selbst das ist keine Erfolgsgarantie. Also abschaffen. Besser wäre es dann doch eher, die traditionelle Targa Florio wieder aufleben zu lassen. Auch dort wird es Tote geben und das kann man dann wenigstens live zeigen.
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