Hamburg - Doppelerfolg für das deutsche X-raid-Team: Rekordsieger Stéphane Peterhansel hat seinen zehnten Triumph bei der Rallye Dakar gefeiert, sein Teamkollege Joan Roma wurde Zweiter. Platz drei ging nach mehr als 8.374 Kilometern durch Argentinien, Chile und Peru an den deutsche Beifahrer Dirk von Zitzewitz mit seinem südafrikanischen Partner Giniel de Villiers im Toyota. "Dritter Platz, das war unser unrealistischer Wunschtraum. Und das ist jetzt Realität. Mit einem Wort: Wow", sagte von Zitzewitz.
Peterhansel reichte auf der 14. und letzten Etappe, einer 29 Kilometer langen Wertungsprüfung von Piscu in die peruanische Hauptstadt Lima, in seinem Mini Rang zehn zu seinem zehnten Gesamterfolg. Den letzten Tagessieg holte Robby Gordon aus den USA.
Der 46-jährige Peterhansel hatte die Dakar bereits sechsmal mit dem Motorrad gewonnen und 2004, 2005 und 2007 im Auto triumphiert. Für X-raid-Chef Sven Quandt war es der erste Gesamtsieg mit dem eigenen Team, den der Spanier Joan Roma auf Platz zwei abrundete.
Zeitstrafe entscheidet Gesamtsieg bei den Motorradfahrern
Bei den Motorradfahrern hat Cyril Despres hat zum vierten Mal die Rallye Dakar gewonnen. Der KTM-Pilot aus Frankreich, der sich während der gesamten Rallye ein Duell mit Vorjahressieger Marc Coma geliefert hatte, ließ sich auf der letzten Etappe seinen Vorsprung nicht mehr nehmen.
Despres, der auf der letzten Etappe Zehnter wurde, hatte erst am Samstag sich die Führung von Coma zurückgeholt und sich einen Vorsprung von mehr als elf Minuten erarbeitet. Im Ziel lag er schließlich 53:20 Minuten vor dem Spanier, der noch 45 Minuten Zeitstrafe für einen Motorwechsel kassiert hatte. Dritter wurde Helder Rodrigues (Yamaha) aus Portugal. Den letzten Tagessieg holte sich der Norweger Per Anders Ullevasetter.
Der Franzose Despres, der am 24. Januar 38 Jahre alt wird, hatte die Wüstenrallye zuvor 2005, 2007 und 2010 gewonnen. Sein großer Rivale Coma hatte 2006 und 2009 triumphiert. Die 33. Auflage war am 1. Januar in Mar del Plata gestartet. Sie führte durch Argentinien, Chile und erstmals durch Peru. Überschattet wurde sie zu Beginn durch einen tödlichen Motorradunfall. Eine Etappe war wegen schlechten Wetters in den Anden ausgefallen.
leh/sid
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