Zwölfter Sieg für Peterhansel Mr. Dakar spricht vom Karriereende

Stéphane Peterhansel hat zum zwölften Mal bei der Rallye Dakar triumphiert. 25 Jahre nach seinem ersten Sieg beim härtesten Rennen der Welt deutet der Franzose seinen Abschied an.

Peugeot-Fahrer Peterhansel: "Jetzt ist es geschafft"
AP/dpa

Peugeot-Fahrer Peterhansel: "Jetzt ist es geschafft"


Ziel erreicht, was nun? Stéphane Peterhansel suchte nach seinem erneuten Triumph bei der Rallye Dakar die richtigen Worte. "Wahrscheinlich, also vielleicht, war das mein letzter Sieg, ich weiß es nicht. Ich wollte unbedingt genauso viele Siege mit dem Auto wie mit dem Motorrad holen", sagte der Rennfahrer. Zwölf Mal hat er in den vergangenen zwei Jahrzehnten das härteste Rennen der Welt gewonnen. "Jetzt ist es geschafft. Ich glaube nicht, dass es noch viele Dinge gibt, die mich motivieren."

Vor 25 Jahren siegte der Franzose das erste Mal bei der Rallye Dakar, damals auf dem Motorrad. Es folgten weitere fünf Triumphe auf Yamaha und sechs mit dem Auto. In diesem Jahr führte er Peugeot bei der 38. Dakar zum ersten Titel seit 1990. "Auch das war ein Ziel, die Rallye im zweiten Anlauf mit Peugeot zu gewinnen", sagte Peterhansel: "Ich bin sehr, sehr zufrieden. Für mich und für Peugeot."

Der 50-Jährige, der von vielen nur "Mr. Dakar" genannt wird, brachte auf der letzten Etappe der Rallye seinen Vorsprung souverän ins Ziel. Er verlor zwar auf den abschließenden 180 Kilometern von Villa Carlos Paz nach Rosario in Argentinien knapp sechs Minuten auf Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah im Mini, aber das war kalkuliert. Peterhansel hatte das Geschehen immer im Griff: Wieso etwas riskieren, wenn der Vorsprung so komfortabel ist?

Immer schnell, aber selten am Limit

Der Franzose mag der Rekordsieger der Rallye sein, aber unnötiges Risiko geht er nicht. Er ist ein intelligenter Fahrer, bereitet sich nicht nur akribisch auf die Strecken vor, er weiß auch, dass er mit seinem Wagen bei der Marathon-Rallye sorgsam umgehen muss. Er fährt immer schnell, aber selten am absoluten Limit. Nur, wenn sich das Risiko rentiert, geht Peterhansel es auch ein.

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Rallye Dakar 2016: Die Gefahr fährt mit

So erklärte der passionierte Motorradfahrer auch 1999 seinen Wechsel auf das Auto. Es sei "Überlebensinstinkt". Er habe so viele Fahrer sterben sehen, andere im Rollstuhl. Die nächste Teilnahme auf dem Motorrad hätte eine zu viel sein können.

Peterhansel beherrscht das geforderte Gesamtpaket aus Psychospielchen, Taktieren und fahrerischem Können wie kein Zweiter. Als in den ersten Tagen der Rallye plötzlich Dakar-Debütant Sébastien Loeb im Peugeot vorneweg fuhr, blieb Peterhansel ruhig. Er adelte Loeb "als besten Piloten der Welt", und während sich das öffentliche Interesse immer mehr auf den neunmaligen Rallye-Weltmeister fokussierte, brachte sich der Franzose unauffällig in Stellung. Loeb leistete sich einen folgenschweren Unfall, und sein spanischer Markenkollege Carlos Sainz schied mit technischen Problemen aus.

"Es ist außergewöhnlich. Der Druck war extrem hoch, aber wir haben es geschafft", sagte Peterhansel nach seinem Sieg. Die Rallye fasziniert ihn, sie sei die perfekte Kombination. 25 Mal ist der zweimalige Enduro-Weltmeister seit 1988 mitgefahren.

Schon 2012 sagte Peterhansel in einem Interview mit "Motorsport aktuell", dass es nach der Rallye immer eine Phase gebe, "wo man sagt, es reicht. Aber nach drei, vier Monaten ist man wieder heiß". Die Dakar habe so viele Facetten und sei ein so großes Abenteuer, "dass ich mir einen Januar ohne diese Rallye gar nicht vorstellen kann, glaube ich".

Kann so jemand tatsächlich aufhören? Er selbst scheint sich da auch nicht so sicher zu sein und ließ sich ein Hintertürchen offen: "Vielleicht mache ich auch weiter. Aber ganz sicher nicht mit der Motivation wie zuvor."

mrr/sid



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Seite 1
noalk 17.01.2016
1. 25 Jahre = 2 Jahrzehnte
mal Nachrechnen ...
El pato clavado 17.01.2016
2. Mr.Dakat steigt aus
na und? Alles hat ein Ende ,nur die Wurst hat zwei. Die wichtigste Meldung des Tages
hasimen 17.01.2016
3. Gratualtion.
Peterhansel ist ein Ausnahmepilot und mit Sicherheit der würdige Sieger. Wohl bleibt der Reiz dieser Veranstaltung manchem verschlossen, zumal seit dem Wechsel auf den südamerikanischen Kontinent die Herausforderung nicht mehr die des Originals ist. Derzeit ist es nur noch eine Materialschlacht. Die sportliche Herausforderung in Südamerika ist eine andere. Das ursprüngliche Ansinnen der wahrhaftigen "Paris-Dakar-Rallye" ist schon lange nicht mehr gegenwärtig. Ich erinnere mich noch an Rallye-Raids die bis Südafrika und auch China führten. Das in Südamerika ist ein reines "um dem Block" - Fahren. Die Resonanz ist in Europa ist entsprechend niedrig. Schade.
ich-geb-auf 17.01.2016
4.
Zitat von El pato clavadona und? Alles hat ein Ende ,nur die Wurst hat zwei. Die wichtigste Meldung des Tages
immerhin so wichtig, dass Sie diese sinnlos kommentieren mussten und 2 Minuten ihres erfüllten Lebens opfern mussten. Wieso kann man nicht einfach die nächste News lesen und muss zwanghaft was sinnloses dazu schreiben. würde ich bei jedem Artikel, der mich nicht interessiert etwas dazu schreiben wäre ich 23 Stunden lang beschäftigt. Respekt an die Leistung von Mr. Dakar!
El pato clavado 17.01.2016
5. #4 Heute, 18:39 von ich-geb-auf
Zitat von ich-geb-aufimmerhin so wichtig, dass Sie diese sinnlos kommentieren mussten und 2 Minuten ihres erfüllten Lebens opfern mussten. Wieso kann man nicht einfach die nächste News lesen und muss zwanghaft was sinnloses dazu schreiben. würde ich bei jedem Artikel, der mich nicht interessiert etwas dazu schreiben wäre ich 23 Stunden lang beschäftigt. Respekt an die Leistung von Mr. Dakar!
Sie müssen's ja wissen. Ich kommentiere nie etwas sinnlos und der Artikel interessiert mich sehr. Ich kann nur dieses Gejammer nicht ertragen, wenn jemand nach einer Reihe guter Leistungen aufhört/aufhören muss, so getan wird ,nun geht die Welt unter. und Ihnen als guten Rat:Versuchen Sie nie in die Seelen anderer Foristen zu schauen
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