Rallye Paris-Dakar Kleinschmidt trotzt dem Wüstensand

Das Übersetzen von Europa nach Afrika scheint Jutta Kleinschmidt gut bekommen zu sein. Auf der ersten Wüstenetappe der Rallye Paris-Dakar konnte sich die Titelverteidigerin im Gesamtklassement verbessern.


Jutta Kleinschmidt (Archivbild)
DPA

Jutta Kleinschmidt (Archivbild)

Er Rachidia/Marokko - "Endlich hat die Dakar richtig begonnen. Diese Prüfung hat mir bedeutend besser gefallen als die kurzen in Europa. Das war die erste richte Dakar-Prüfung", sagte Kleinschmidt, die sich mit ihrem Co-Piloten Andreas Schmidt durch den dritten Platz des Tages vom sechsten auf den vierten Rang der Gesamtwertung verbessern konnte.

Die Vorjahressieger (Mitsubishi) konnten am Neujahrsdienstag auf dem Teilstück von Rabat nach Er Rachida ihren Rückstand auf die weiter führenden Belgier Grègoire de Mevius/Alain Guehennec (Nissan) verringern. Kleinschmidt/Schulze liegen nach Abschluss der fünften Etappe 1:17 Minuten zurück. Die Etappe führte über 534 Kilometer, von denen allerdings nur 85 in die Wertung eingingen.

"Wir werden uns langsam nach vorne arbeiten. Morgen kommt die erste lange Prüfung über 338 Kilometer. Ich denke, dass wir dort einiges erreichen können", zeigte sich die 39 Jahre alte Kleinschmidt optimistisch, "alles ist noch offen, entschieden wird das Rennen ohnehin auf den Marathon-Etappen in Mauretanien."

Kleinschmidt-Ex Schlesser holt auf

Mit dem Tagessieg fuhren ihre Teamkollegen Hiroshi Masuoka/Pascal Maimon (Japan/Frankreich) auf den zweiten Platz. Rang drei behaupteten die Franzosen Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (Nissan). Einen großen Sprung nach vorne machte Jutta Kleinschmidts schärfster Konkurrent und einstiger Lebensgefährte Jean-Louis Schlesser (Renault). Der zweifache Dakar-Sieger aus Frankreich fuhr vom 24. auf den elften Gesamtrang in der Automobilwertung vor.

In der Motorradwertung hat der Finne Kari Tianen (KTM) erstmals die Führung übernommen. Am Ende des fünften Dakar-Tages lag er 14 Sekunden vor seinem südafrikanischen Markenkollegen Alfie Cox und 15 Sekunden vor dem bisherigen Spitzenreiter Nani Roma (Spanien). Andrea Mayer (Kaufbeuren/KTM) liegt auf dem 30. Rang (+ 17:36 Minuten).



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