Rallye-Start Deutsches X-raid-Team hofft auf Dakar-Triumph

Gut 8000 Kilometer in zwei Wochen: Bei der am Sonntag gestarteten 33. Rallye Dakar rechnet sich vor allem das deutsche X-raid-Team Siegchancen aus. Mit dabei in Südamerika ist auch ein ehemaliger Skispringer.

Rallye-Fahrer Peterhansel: Den zehnten Dakar-Sieg als Ziel
AFP

Rallye-Fahrer Peterhansel: Den zehnten Dakar-Sieg als Ziel


Hamburg - Mit VW hat sich das dominierende Team der vergangenen Jahre zurückgezogen, dennoch stehen die Chancen auf einen deutschen Sieg bei der 33. Dakar-Rallye gut. "Unsere Fahrzeuge sind im Sand sehr stark und wir gehen deshalb davon aus, dass uns die neue Streckenführung durch die Dünen am Ende der Rallye entgegenkommen wird. Wir wollen gewinnen", sagt Sven Quandt, Besitzer vom Team X-raid, vor dem Start der Dakar am Sonntag im argentinischen Mar del Plata.

Quandt schickt die Rekordzahl von acht Autos ins Rennen von Argentinien zum Ziel am 15. Januar in Perus Hauptstadt Lima. "Wir sind für die Dakar 2012 sehr gut aufgestellt." Denn das Team versammelt reichlich Dakar-Triumphe. Allen voran Stéphane Peterhansel, der seinen zehnten Sieg (dreimal mit dem Auto, sechsmal mit dem Motorrad) bei der legendären Rallye perfekt machen will. "Es ist entscheidend für uns, nicht daran zu denken, dass das Rennen bereits gewonnen ist", sagte der 46-Jährige.

Malysz versucht sich auf ungewohntem Terrain

Sein Debüt bei der Rallye gibt der ehemalige Skispringer Adam Malysz. "Ich hoffe vor allem, dass ich ins Ziel komme", sagte der 34-jährige Pole: "In der Luft war ich immer allein, hier muss ich mit jemandem zusammenarbeiten", sagte Malysz mit Blick auf seinen Rallye-erfahrenen Beifahrer Rafal Michal.

Das polnische Duo wird im Mitsubishi Pajero kaum Chancen auf einen Podestplatz haben. Daran ändert auch der Ausstieg von Seriensieger VW nichts. Der Wolfsburger Autobauer konzentriert sich nach seinen drei Siegen im Race Touareg nacheinander auf die unmittelbar bevorstehende Rallye-WM-Premiere mit seinem Polo.

Strecke führt erstmals durch Peru

Respekt hat Quandt vor der Vielzahl von Konkurrenten, allen voran Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah (Katar) und Giniel de Villiers (Südafrika) mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz, Siegerpaarung von 2009. "Je mehr Teams vorne dabei sind, desto schwieriger wird es. Alle werden uns jagen, das wird harte Arbeit", sagt Quandt

Insgesamt konnten seit 1979 erst fünf Deutsche Gesamtsiege bei der Dakar feiern. 2001 gewann Jutta Kleinschmidt nicht nur als erste Deutsche, sondern auch als erste Frau den Rallye-Klassiker, der seit 2009 durch Südamerika statt Afrika führt. Ansonsten triumphierten vier Beifahrer: Gerd Löffelmann (1980), Schulz, Dirk von Zitzewitz (2009) und Timo Gottschalk im Vorjahr.

Neben Argentinien und Chile steht diesmal auf der 8373 Kilometer langen Fahrt auch Peru auf dem Streckenplan, als insgesamt 27. Land in der Dakar-Geschichte. Dort warten in den letzten Tagen der Rallye vor allem ausgedehnte und sehr anspruchsvolle Dünenfelder auf die Piloten. Insgesamt sind 465 Starter eingeschrieben für die 14. Etappen lange Rallye eingeschrieben, 218 Motorräder, 171 Autos und 76 LKW.

leh/dpa



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