Regen bei US Open Männer-Finale auf Montag verlegt, McEnroe fordert Dach

Rafael Nadal muss weiter warten: Sowohl die Fortsetzung seines Viertelfinals als auch die Frauen-Semifinals mussten aufgrund anhaltender Regenfälle verschoben werden. Damit werden die US Open wie schon 2008 erst Montag enden. John McEnroe fordert deshalb ein Dach.

Helfer bei den US Open: Regenpause in New York
AFP

Helfer bei den US Open: Regenpause in New York


Hamburg - Wegen starker Regenfälle sind bei den US Open in New York die beiden Frauen-Halbfinals und die Fortsetzung des Männer-Viertelfinals zwischen Rafael Nadal aus Spanien und dem Chilenen Fernando Gonzalez um einen Tag auf Samstag (ab 18 Uhr MESZ) verschoben worden. Damit muss das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres zum zweiten Mal in Folge und zum insgesamt 13. Mal wegen widriger Wetterbedingungen bis Montag verlängert werden.

Ursprünglich sollten bereits am Freitagmittag Titelverteidigerin Serena Williams (USA) und die Belgierin Kim Clijsters das erste Semifinale im Arthur-Ashe-Stadium bestreiten. Danach war die Fortsetzung des am Abend zuvor abgebrochenen Viertelfinals zwischen Nadal (Spanien) und dem Chilenen Gonzalez geplant. Das Spiel war nach zweimaliger Regenunterbrechung beim Stand von 7:6 (7:4) und 6:6 (3:2) für Nadal kurz nach Mitternacht endgültig um einen Tag verschoben worden.

Im Anschluss an das Männer-Viertelfinale sollten am Freitagabend die Dänin Caroline Wozniacki und die ungesetzte Yanina Wickmayer aus Belgien die zweite Finalistin für das eigentlich für Samstag geplante Frauen-Endspiel ermitteln, das nun erst am Sonntag ausgetragen werden kann. Das Männer-Finale kann wie bereits 2008 erst am Montag gespielt werden, da die Halbfinals erst am Sonntag stattfinden können.

"Das ist eine verdammte Schande"

Nach einem Tag ohne einen einzigen Ballwechsel in New York hat der viermalige US-Open-Sieger John McEnroe seine Kritik an den Organisatoren der US Open verschärft und erneut ein Dach für das größte Tennisstadion der Welt gefordert.

"Was heute passiert ist, ist eine verdammte Schande", so McEnroe. "Die Leute beim US-Tennisverband wollten unbedingt das größte Stadion bauen", sagte McEnroe über die 23.000 Menschen fassende Arthur-Ashe-Arena, "aber für denselben Preis hätten sie ein etwas kleineres Stadion und ein Dach haben können."

Er selbst habe den Tennisverband bereits vor dem Bau des Stadions 1997 auf die Notwendigkeit eines Dachs hingewiesen. Mit Dach könne das Stadion auch den Rest des Jahres für andere Veranstaltungen genutzt werden.

Seit dem verschobenen Finale zwischen Roger Federer und Andy Murray 2008 wird über die Installierung einer 100 Millionen Dollar (etwa 68 Millionen Euro) teuren Dachkonstruktion diskutiert. In Wimbledon und bei den Australian Open in Melbourne sind bereits Dächer vorhanden. Auch die French Open in Paris wollen diesbezüglich bis spätestens 2014 nachrüsten.

luk/sid/dpa



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