Reißnägel-Attacke bei Tour de France Ermittler sichten Videos und befragen Fahrer

Die Ermittlungen im Fall der Reißnägel-Attacke bei der Tour de France laufen auf Hochtouren: TV-Bilder und Videos von Privatpersonen werden ausgewertet. Auch die Fahrer sollen zur Klärung beitragen. Unter anderem soll geklärt werden, ob die Nägel an einer oder mehreren Stellen platziert wurden.

Fahrerfeld bei der Tour de France: Suche nach den Reißnägel-Werfern
Getty Images

Fahrerfeld bei der Tour de France: Suche nach den Reißnägel-Werfern


Hamburg - Nach der Reißnägel-Attacke auf der 14. Etappe der Tour de France läuft die Fahndung nach den Tätern. Die französischen Ermittler sichteten neben TV-Bildern am Montag auch Amateurvideos von Augenzeugen, zudem wurden beteiligte Fahrer befragt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justizkreise.

Hoffnungen darauf, anhand von Fingerabdrücken auf den Nägeln Rückschlüsse auf die Täter zu bekommen, zerschlugen sich derweil. "Zu viele Menschen haben die Nägel angefasst, daher ist es unwahrscheinlich, dass sich brauchbare Spuren darauf finden", sagte ein Ermittler.

Die stellvertretende Staatsanwältin von Foix, Marilyn White, teilte mit, Ziel der Untersuchung sei, auch zu klären, ob die Nägel an einer oder mehreren Stellen auf den Asphalt geworfen worden sind.

Bei der Attacke am Sonntag kurz vor der Abfahrt ins Ziel in Foix hatten Unbekannte die Reißnägel vor dem herannahenden Hauptfeld auf der Straße verteilt. Rund 30 Fahrer, darunter die Tour-Favoriten Bradley Wiggins aus Großbritannien und der Australier Cadel Evans erlitten Reifendefekte, der Kroate Robert Kiserlovski brach sich das Schlüsselbein.

jar/sid



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