SPIEGEL-Bericht Reiterverband reagiert auf Vorwürfe im Nachwuchsbereich

Nach einem Bericht des SPIEGEL über Exzesse im Nachwuchsbereich der deutschen Springreiter hat der Verband reagiert. Er kündigte an "durchzugreifen". Zudem sprach er eine 18-monatige Wettkampfsperre gegen einen Reiter aus.

Springreiter (Symbolbild)
imago/Stefan Lafrentz

Springreiter (Symbolbild)


Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat auf einen Bericht des SPIEGEL über den Verdacht auf sexuelle Übergriffe durch Nachwuchs-Springreiter reagiert. "Wir verurteilen sexualisierte Gewalt aufs Schärfste. Aus vollem Herzen können wir sagen, dass wir sexuellen Übergriffen und übermäßigem Alkoholkonsum den Kampf angesagt haben und klar durchgreifen", wurde FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach in einer Mitteilung am späten Freitagabend zitiert. "Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich hier um Einzelfälle."

Der SPIEGEL berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über mehrere Fälle. Der FN liege bisher ein konkreter Fall aus dem Umfeld junger Springreiter vor, "in dem es um Vorwürfe aus dem Bereich sexualisierte Gewalt ging", hieß es indes in der Stellungnahme des Verbands. Die Disziplinarkommission sprach nach Angaben der FN eine 18-monatige Wettkampfsperre gegen den betroffenen Reiter aus. Die Entscheidung sei jedoch noch nicht rechtskräftig. Die FN hat den Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

"Unser Ziel war und ist es, größtmögliche Transparenz zu schaffen sowie substanziellen Hinweisen auf Fehlverhalten nachzugehen, Beweise zu sichern und Regelwerksverstöße auch zu ahnden", betonte Lauterbach. Die FN will sich am Samstag in Warendorf den Medien stellen.

Der Verband stelle sich bereits seit geraumer Zeit der Herausforderung, dass einige junge Springreiter dem Alkohol übermäßig zusprächen, schreibt die FN. Bisher seien Einzelfälle bekannt. Die FN habe Abmahnungen, Verwarnungen, Kadersuspendierungen und Geldstrafen ausgesprochen, "sofern sie ein Fehlverhalten nachweisen konnte".

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jat/dpa



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