Handball Rhein-Neckar Löwen gewinnen erstmals den DHB-Pokal

Zehnmal waren die Löwen beim Final Four gescheitert, jetzt sind sie Pokalsieger. Im Finale gegen Hannover-Burgdorf entschied Andy Schmid das Spiel in der zweiten Hälfte. Die Löwen stehen nun vor dem Double.

Jubelnde Löwen-Spieler
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Jubelnde Löwen-Spieler


Teil eins des Doubles ist vollbracht: Die Rhein-Neckar Löwen sind zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Pokalsieger - und das, obwohl der Klub schon zum elften Mal beim Final Four dabei war. In den ersten zehn Anläufen waren die Löwen jedes Mal gescheitert, zuletzt fünfmal im Halbfinale. Diesmal gewannen der deutsche Meister das Endspiel in Hamburg gegen die TSV Hannover-Burgdorf 30:26 (13:11).

Überragender Akteur im Finale war Andy Schmid. Er erzielte acht Treffer für den neuen Pokalsieger - alle in der zweiten Hälfte. Zudem trafen Nationalspieler Patrick Groetzki sechsmal, Alexander Petersson und Mads Mensah Larsen je fünfmal für die Löwen. Für Hannover-Burgdorf, das erstmals bei der Endrunde dabei war, trafen Kai Häfner, Timo Kastening und Mait Patrail am häufigsten (je sechsmal).

Nach dem überraschend deutlichen 31:24-Erfolg im Halbfinale gegen den SC Magdeburg am Vortag zeigten die Löwen auch im Endspiel ihre Klasse. Vor allem mit ihrer aggressiven 6:0-Verteidigung und einem starken Keeper Andreas Palicka stellte das Team den Gegner von Beginn an vor Probleme.

Hannover, das sich durch ein 24:19 gegen die HSG Wetzlar für das Endspiel qualifiziert und im Achtelfinale den Titelverteidiger THW Kiel ausgeschaltet hatte, verpasste in der zweiten Hälfte den möglichen Ausgleich zum 14:14, bevor sich die Löwen entscheidend absetzten. Der Tabellenerste der Bundesliga hat nun die große Chance auf das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Die Löwen (48:8 Punkte) stehen in der Liga knapp vor der SG Flensburg-Handewitt (48:12) und haben noch zwei Spiele mehr zu absolvieren.

aev/sid

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