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Doping in der Leichtathletik: "Schlimmer als die Fifa"

Ex-Wada-Boss Pound: "Geht um die Integrität des Sports" Zur Großansicht
AFP

Ex-Wada-Boss Pound: "Geht um die Integrität des Sports"

In der kommenden Woche wird es weitere Enthüllungen zum Doping in der Leichtathletik geben - und Chefermittler Richard Pound spricht jetzt schon von schockierenden Ergebnissen. Die Verantwortlichen dafür seien "Drecksäcke".

Korruption, Doping, Bestechung: Für Richard Pound, den Vorsitzenden der unabhängigen Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), ist der Skandal in der internationalen Leichtathletik "noch schlimmer" als die Zustände im Fußball-Weltverband Fifa. "Die Anzahl von Nullen ist kleiner", sagte der 73-Jährige Kanadier, aber der Skandal habe neben dem finanziellen Aspekt unmittelbare Auswirkungen auf die Ergebnisse im Stadion: "Es geht um die Integrität des Wettbewerbs."

Pound kündigte zudem tiefe Einblicke in die Machenschaften der höchsten Führungsebene des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF an. "Sie werden sehen, wie es einige Drecksäcke getrieben haben", sagte er der englischen Zeitung "The Times" und schürte damit die Spannung vor der Veröffentlichung des zweiten Teils eines Untersuchungsbericht zum grassierenden Skandal in der Leichtathletik in der kommenden Woche.

Zudem warf Pound IAAF-Präsident Sebastian Coe vor, zu wenig gegen Korruption und Doping in der Leichtathletik getan zu haben. Der Brite reagiere nur, anstatt nachhaltig zu handeln. "Wenn die IAAF nicht anerkennt, dass sie ein Problem hatte, dann wird schwierig, die Änderungen, die sie benötigen, umzusetzen", sagte Pound.

Am Donnerstag hatte die IAAF-Ethikkommission teilweise lebenslange Sperren gegen hochrangige Funktionäre ausgesprochen und damit Konsequenzen aus dem Korruptions- und Dopingskandal gezogen. Ihnen war unter anderem vorgeworfen worden, gegen Bezahlung positive Dopingproben vertuscht zu haben.

aha/sid

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insgesamt 6 Beiträge
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1.
vorsicht 08.01.2016
Ich kann mich sehr gut erinnern, wie man mit den Sportfunktionären der ehemaligen DDR umgegangen ist. Es war damals schon klar, dass überall gedopt wird. Es ist doch eine Farce und ein ständiges Wetteifern zwischen den Laboren. Solche, die Doping entwickeln und jene, die daran arbeiten Doping nachweisen zu können. Man sollte es einfach freigeben und jeder Athlet kann entscheiden, ob er seinen Körper ruinieren möchte. Außerdem sollte jeder überlegen, ob man diesen kommerziellen Sport weiterhin unterstützen sollte. Aber das ist wohl zu viel verlangt.
2. Es wird soweit kommen,
spon_3064063 08.01.2016
Das demnächst Athleten in leeren Stadien ihre Runden drehen. Es wird keiner mehr interessiert sein.
3. Freigabe von Doping ist gefährlicher Schwachsinn!
hcbruns 08.01.2016
Immer wieder hört man die unsägliche Forderung, dass das Doping doch freigegeben werden solle, weil es ohnehin nie Gerechtigkeit im Sport geben werde. Dieses Argument ist so bescheuert, dass es weh tun müsste! Leute, das Doping-Verbot besteht nicht nur, um ein Mindestestmaß an Vergleichbarkeit zu gewährleisten, sondern auch und vor allem, um die Athleten vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen!!! Wenn Doping freigegeben würde, würde es zahlreiche Todesfälle und schwerste Krankheiten und Behinderungen unter den Sportlern geben. Man denke nur daran, was vor allem Frauen in den ehemaligen Ostblockstaaten angetan wurde.
4.
vorsicht 08.01.2016
Jeder normal denkende Mensch, die Sportler rechne ich dazu, wissen was Doping bedeutet und ein Doping-Verbot hilft offensichtlich nichts. Wie wäre es denn damit, den Sport wieder zu entkommerzialisieren sprich nur noch Amateure an den Start zu lassen.
5. hcbruns
thomas haupenthal 09.01.2016
Einwand: Ich bin fuer eine Freigabe, unter gewissen Bedingungen.Die Vergleichbarkeit, die Sie erwaehnen, ist doch schon lange nicht mehr gegeben.Man darf davonausgehen, dass der groesste Teil der olympischen Siegerleistungen der letzten 40 Jahre unter dem Einfluss leistungssteigernder Mittel zustandegekommem ist und auch heutzutage noch zustandekommt.In der damaligen DDR wussten die meisten, oft minderjaehrigen, Athletinnen (und Athleten) oft wirklich nicht, was Ihnen dá verabreicht wurde und wenn sie es ahnten, wie haetten sie aussteigen sollen? Den Mut und die Kraft datu musste man erst einmal finden. Auch im Westen wurde natuerlich gedopt, was die Schwarte hielt, aber eben geschickter. Man musste schon so unsaeglich daemlich sein wie Ben Johnson, um sich erwischen zu lassen...der Carl Lewis hat nie etwas anbrennen lassen. Wer allerdings heute dopt, tut das in vollem Wissen um die Umstaende und die Folgen, aber in realistischer Einschaetzung der Situation: Ohne Doping keine Medaille und ohne Medaillen keine Foerderung, keine Praemien, keine Werbevertraege und im Falle etwa afrikanischer Sportler, kein Entkommen ais der Armut. Der olympische Sport wie es ihn vielleicht mal gegeben hat, ist mausetot. Es ist si her verdienstvoll und notwendig, ein past Funktionaere davonzujagen oder einzulochen, aber man muss den Spitzensport zur Kenntnis nehmen, wie er ist... meiner Meinung sollte also jeder Athlet in der Wahl seiner Dopingmittel voellig frei sein und er sollte nur angeben, was er nimmt und das sollte geprueft und veroeffentlicht und bei jedem Start eingeblendet werden. Bei 0lympischen Spielen und Anderen Meisterschaften sollte das Doping unter Aufsicht geschehen und ausserdem: freiwilliger verzicht auf Versicherungsschutz bei eventuellen gesundheitlichen Spaetfolgen. weiss, dass das naiv klingt, aber, wir, das Publikum, sollten aufhoeren, uns etwas vorzumachen und Katz und Maus zu spielen...
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