Doping Kenianische Marathonläuferin positiv getestet

Eine der besten Marathonläuferinnen der Welt ist bei einem Dopingtest aufgefallen: Die Kenianerin Rita Jeptoo wurde in einer Trainingskontrolle Ende September positiv getestet. Sie hatte zuletzt zweimal das renommierte Rennen in Boston gewonnen.

Marathonstar Jeptoo: Ihr droht die Aberkennung des WMM-Titels
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Marathonstar Jeptoo: Ihr droht die Aberkennung des WMM-Titels


Hamburg - Der Leichtathletik droht ein weiterer prominenter Dopingfall: Die Kenianerin Rita Jeptoo, eine der bestimmenden Marathon-Läuferinnen der vergangenen Jahre, wurde bei einer Trainingskontrolle Ende September positiv getestet. Der kenianische Verband bestätigte, dass die A-Probe bei Jeptoo positiv gewesen sei, zuvor hatte bereits das US-Portal "RunBlogRun" über den Fall berichtet.

Jeptoo gewann dreimal den Boston- (2006, 2013 und 2014) und zweimal den Chicago-Marathon (2013 und 2014). Vor dem abschließenden Rennen der World Marathon Majors (WMM) in New York am Sonntag, an dem die 33-Jährige planmäßig nicht teilnimmt, steht Jeptoo bereits als Gesamtsiegerin der Saison 2013/2014 fest.

Wenn sich der positive Test bestätigt, verliert die Kenianerin diesen Titel und die damit verbundenen 500.000 Dollar Siegprämie. In New York sollte Jeptoo geehrt werden, sie verzichtete aber laut "RunBlogRun" am Donnerstag auf den Flug in die USA.

"Wir haben mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen, dass es bei Rita Jeptoo offensichtlich eine positive A-Probe gibt", hieß es in einer Mitteilung der WMM-Organisatoren: "Wir gehören zu den Vorkämpfern gegen Doping. Kein Athlet, der gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen hat, kann den WMM-Titel gewinnen. Zudem wird kein Athlet, der für schuldig befunden worden ist, wieder zu den Rennen der WMM eingeladen."

Jeptoo wäre in diesem Jahr nach der Russin Lilija Schobuchowa der zweite prominente Dopingfall im Marathon. Schobuchowa, WMM-Siegerin von 2010 und 2011, war im vergangenen April wegen auffälliger Werte in ihrem biologischen Pass rückwirkend zum 24. Januar 2013 für zwei Jahre gesperrt worden, alle Titel und Rekorde seit dem 9. Oktober 2009 wurden Schobuchowa aberkannt.

cte/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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TS_Alien 31.10.2014
1. Bingo!
Die Leichtathleten mal wieder. Bei den Triathleten würde ich als Fahnder auch genauer hinschauen. Offensichtlich reichen die Einnahmen einer Marathonläuferin nicht für Designer-Dopingmittel. Denn die findet kein Test.
abcabab 01.11.2014
2. Der Athletenblutpass
(ABP) weist nicht direkt die benutzten Dopingmittel, sondern deren Effekte nach. Wenn über längere Zeiträume und sowohl in Trainingsphasen als auch im Wettkampf Kontrollen erfolgen, können recht gut individuelle Grenzwerte gefunden und deren deutliches über- und unterschreiten den Hinweis auf nicht-physiologische Einflüsse (Doping) geben. Gerade auch Triathleten werden mit dem ABP kontrolliert.
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