Nach Triumph bei Australian Open Federer will noch einige Jahre spielen

Wer geglaubt hat, Roger Federer würde den Triumph in Melbourne nutzen, um seine Karriere mit einem Höhepunkt zu beenden, hat sich getäuscht: Der Schweizer will weiterspielen.

Roger Federer
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Sein Sieg im denkwürdigen Finale gegen Rafael Nadal bei den Australian Open war etwas Besonderes für Roger Federer, auf einer Stufe mit seinem Triumph in Paris 2009, die Erfüllung eines Traums - damals das einzige Grand-Slam-Turnier, das er noch nicht hatte gewinnen können, nun, in Melbourne, die Frage, ob er nach langer Verletzungspause nochmal auf höchstem Niveau würde spielen können. Er konnte. Und er wird so schnell nicht damit aufhören, das sagte der 35-Jährige einen Tag nach dem Turniersieg.

"Ich habe die sechsmonatige Pause auch genommen, damit ich hoffentlich noch einige Jahre spielen kann", sagte Federer beim traditionellen Fotoshooting in Melbourne. Die zweite Hälfte der Saison 2016 hatte er wegen einer Meniskus-Operation verpasst. "Diese Pause hat mir gut getan. Diese sechs Monate haben sich definitiv gelohnt. Sie war wichtig für Körper und Geist."

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Bei der Präsentation klagte Federer schmunzelnd über die Folgen des Fünfsatz-Matchs gegen Nadal: "Ich bin sehr müde, meine Beine schmerzen wie verrückt und mein Rücken ist steif. Ich hatte noch keine Physio-Anwendung, zudem habe ich auch noch getanzt."

Mit Prognosen für die Saison hielt er sich zurück. "Man weiß nie, was zum Beispiel in Sachen Verletzungen passiert. Ich spüre aber, dass ich noch einiges an gutem Tennis in mir habe. In Wimbledon habe ich die größten Möglichkeiten, auch bei den US Open stehen die Chancen gut." In der Weltrangliste rückte Federer von Platz 17 auf Platz zehn vor.

luk/dpa/sid



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