Dreisatzsieg gegen Berdych Federer zum 14. Mal im Halbfinale der Australian Open

Mit einem klaren Erfolg gegen Thomas Berdych hat Roger Federer seine imponierende Bilanz in Melbourne ausgebaut. Gegen Chung Hyeon bestreitet er nun das 44. Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere.

Roger Federer
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Roger Federer


Titelverteidiger Roger Federer fehlen nur noch zwei Siege zu seinem 20. Grand-Slam-Titel. Der Schweizer gewann im Viertelfinale der Australian Open gegen Tomas Berdych aus Tschechien nach 2:14 Stunden 7:6 (7:1), 6:3, 6:4 und blieb damit auch im fünften Match in Melbourne ohne Satzverlust.

Federer, der im ersten Satz bereits 1:4 zurückgelegen hatte, entschied im Tiebreak die wichtigen Punkte für sich. In den Sätzen zwei und drei dominierte er wie gewohnt und schlug insgesamt 61 Winner. Berdych hingegen kam nur auf 22 und verpasste damit sein drittes Halbfinale bei den Australian Open.

Im 26. Duell mit Berdych behielt Federer damit zum 20. Mal die Oberhand, auch in den vergangenen beiden Jahren hatte er Berdych jeweils in drei Sätzen in Melbourne bezwungen. Federer stand zum 14. Mal im Viertelfinale der Australian Open und schaffte zum 14. Mal den Sprung in die Vorschlussrunde. 2017 hatte er seinen fünften Titel beim ersten Grand Slam der Saison gewonnen.

Federer bekommt es im Halbfinale nun mit dem Weltranglisten-58. Chung Hyeon zu tun. Der Südkoreaner hatte nach seinen Erfolgen gegen den Weltranglistenvierten Alexander Zverevund Rekordsieger Novak Djokovicauch gegen den Amerikaner Tennys Sandgren 6:4, 7:6 (7:5), 6:3 gewonnen. Am Donnerstag spielen Marin Cilic (Kroatien) und Kyle Edmund aus Großbritannien um den Einzug ins Endspiel.

Sandgren wehrt sich gegen Vorwürfe

Der amerikanische Tennisprofi Tennys Sandgren hat sich nach seinem Viertelfinal-Aus gegen Vorwürfe,fragwürdige politische Ansichten zu vertreten, gewehrt und Kritik an den Medien geübt. Zu Beginn der Pressekonferenz las der 26-Jährige am Mittwoch eine vorgefertigte Erklärung von seinem Handy ab.

Tennys Sandgren
AFP

Tennys Sandgren

"Mit einer Handvoll Follower und einigen Likes auf Twitter ist mein Schicksal in Ihren Köpfen besiegelt", sagte Sandgren in Melbourne. In den vergangenen Tagen war thematisiert worden, ob Sandgren rechte Ansichten vertrete und ob er Unterstützer der sogenannten Alt-Right-Bewegung sei, die in den USA als "Alternative Rechte" ein Sammelbecken für Ultrarechte und auch Neonazis ist.

"Um einen starken Artikel zu schreiben oder um eine aufmerksamkeitserheischende Berichterstattung zu leisten, würden Sie vor wenigen Sachen zurückschrecken, um mich zu dem Mann zu machen, den Sie krampfhaft in mir sehen wollen", richtete sich Sandgren direkt an die Journalisten im Pressesaal.

"Geschlecht, Rasse, Religion oder sexueller Orientierung, den höchsten Stellenwert haben muss", las Sandgren nun vor - und beantwortete nach seinem Statement nur noch Fragen zu seinem sportlichen Abschneiden bei dem Grand-Slam-Turnier.

mfu/sid/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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schwester arno 24.01.2018
1.
Respekt, Herr Federer ! Vor 2 - 3 Jahren wurde er von vielen in seinem Heimatland schon abgeschrieben, er hätte aufhören sollen bevor er in der Weltrangliste ganz abstürzt, hörte man da nach frühem Ausscheiden im einen oder anderen Turnier. Aber er hat es mal wieder alles gezeigt, egal ob er das Turnier nun gewinnt oder nicht.
troy_mcclure 24.01.2018
2.
Ich bin auf das Halbfinale gegen den Koreaner Chung gespannt, dessen Spiele habe ich gesehen und der ist bärenstark.
brical 24.01.2018
3. Super
ich freue mich sehr für Roger . Weiter so ! Hoffentlich den Titel !! Er ist eh der allerbeste Spieler der Welt.
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