Gold in Glasgow Ruder-Achter ist der Lichtblick einer verkorksten EM

Bei der EM in Glasgow hat der deutsche Achter seine Vormachtstellung im europäischen Rudern unterstrichen. Ansonsten hatte der Deutsche Ruderverband aber wenig zu feiern.

Der deutsche Ruder-Achter (Mitte)
REUTERS

Der deutsche Ruder-Achter (Mitte)


Der Ruder-Achter hat bei den European Championships in Glasgow die einzige Medaille für Deutschland geholt. Das Flaggschiff gewann Gold und sicherte sich mit einer halben Bootslänge Vorsprung auf die Niederlande zum sechsten Mal in Folge den Europameistertitel. Rumänien fuhr als drittes Boot über die Ziellinie - Olympiasieger und Gastgeber Großbritannien wurde nur Fünfter. Es ist die einzige Medaille der deutschen Ruderer in Glasgow.

Aufgrund eines mäßigen Starts überquerte der Achter die 500-Meter-Marke nur als Vierter. Nach 1000 Metern lag er bereits auf den zweiten Platz und fuhr am Ende doch einen sicheren Sieg heraus. Bundestrainer Uwe Bender zeigte sich im ZDF zufrieden: "Wir haben erwartet, dass uns vorne alle unter Druck setzen. Zur Streckenmitte haben wir uns aber lösen können und das souverän nach Hause gefahren. Großes Kompliment."

Der Deutsche Ruderverband, der mit einer geschwächten Flotte an dem Wettbewerb in Glasgow teilgenommen hatte, war in nur vier der 18 Finals vertreten. "Wir haben hier in Glasgow denjenigen eine Chance gegeben, die vielleicht nicht so gut waren", sagte der leitende Bundestrainer Ralf Holtmeyer: "Da müssen wir ehrlich sagen: Gegen Weltklasse können wir mit dem zweiten oder dritten Boot nicht ankommen. Vielleicht war das ein Fehler."

hba/sid



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ferdl 05.08.2018
1. Im ZDF Interview
kam ja ziemlich klar zur Sprache, warum man nicht mit den Topleuten vertreten war, nämlich dass durch die lange Regierungsbildung ein erklecklicher Anteil an Fördergeldern blockiert war. Dadurch musste man Prioritäten setzen.
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