Ruder-WM Deutschland-Achter verpasst erstmals seit fünf Jahren Gold

Der Deutschland-Achter ist geschlagen. Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbands (DRV) musste sich im WM-Finale im südkoreanischen Chungju mit Silber hinter Großbritannien begnügen. Marcel Hacker hatte kurz zuvor Bronze im Einer gewonnen.

Deutschland-Achter: Zu langsam in Chungju
DPA

Deutschland-Achter: Zu langsam in Chungju


Hamburg - Die Titelserie des Deutschland-Achters ist bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Chungju gerissen. Nach zuletzt drei WM-Titeln in Serie und dem Olympiasieg von London gab es für die Crew von Schlagmann Kristof Wilke in Südkorea die erste Niederlage bei internationalen Titelkämpfen seit Olympia 2008 in Peking.

Im Finallauf auf dem Tangeum-See musste die Crew von Trainer Ralf Holtmeyer in 5:30,89 Minuten dem Achter aus Großbritannien (5:30,35) knapp den Vortritt lassen und holte Silber. Die Bronzemedaille ging an die USA. Zuletzt war das deutsche Paradeboot 2007 in München bei einer Weltmeisterschaft geschlagen worden, damals von Kanada.

"Im ersten Moment hatte ich das Gefühl, Gold verloren zu haben, aber irgendwo haben wir auch Silber gewonnen. Wir hatten einfach nicht genug Trainingskilometer. Mehr ging heute nicht", sagte Schlagmann Wilke. Steuermann Martin Sauer fügte angesichts der Umstellungen nach dem Olympiasieg von London hinzu: "Wir brauchen nicht unzufrieden zu sein, denn wir bauen gerade ein neues Team. Uns fehlt in der Mitte noch das Stehvermögen."

Wenige Minuten zuvor hatte Marcel Hacker seine lange Durststrecke im Einer beendet. Der 36-Jährige gewann Bronze und damit seine erste Einer-Medaille seit sieben Jahren. Nach einem beherzten Rennen kam der Olympia-Sechste hinter dem Tschechen Ondrej Synek und dem Kubaner Angel ins Ziel. Noch bei der 1500-Meter-Marke lag Hacker auf dem zweiten Platz, konnte den Schlussspurt des Kubaners aber nicht kontern. Am Ende fehlte eine halbe Sekunde zu Silber.

Mit insgesamt fünf Medaillen in den 14 olympischen Klassen blieb die DRV-Flotte im Soll. Am ersten Finaltag hatte der Frauen-Doppelvierer für Gold, der Männer-Doppelvierer für Silber und der leichte Frauen-Doppelzweier für Bronze gesorgt.

psk/sid



insgesamt 8 Beiträge
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fussball11 01.09.2013
1.
Da würd ich mal die Steroide wechseln.
moelln56 01.09.2013
2. Tja,
da muss man neidlos anerkennen, das die Engländer die bessere Dope hatten.
movfaltin 01.09.2013
3. Zu optimistisch
Der auf mittlerweile vier Positionen umbesetzte Deutschlandachter ist bei mir unten durch, seit die den Unterschichtenspaßvogel Pocher als "medialen Coup" miteingebunden haben. Schlimmer als im Fußball - da gibt's wenigstens noch intelligente Leute. Fehlt nur noch Cindy aus Marzahn, Bülent Ceylan oder Daniela Katzenberger.
rocky_211 01.09.2013
4. Respektlosigkeit
Spitzensportler trainieren so hart für ihre Erfolge, dass es eine Frechheit ist, ihre Leistung komplett auf Doping zurückzuführen. Wer über 20 Stunden in der Woche trainiert verdient ein bisschen mehr Respekt.
rudern1 01.09.2013
5. Armseelig
Offenbar haben fussball11 und moelln56 nicht die geringste Ahnung vom Rudersport. Im Rudern wird im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten kein Geld verdient. Diese Männer im Achter haben alle noch Berufe bzw. studieren nebenbei. Das ist einerseits ein Segen für den Rudersport, da dieser mit noch am saubersten ist. Unglück für die Ruderer, welche selbst auf internationalem Niveau nichtmal von ihrem Sport leben können; ganz im Gegenteil: Oft wird noch draufgezahlt. Der einzige der vom Rudersport lebt, welcher mir aktuell bekannt ist, ist Marcel Hacker. Aber da verdient ein Zweit- oder Drittligist im Fußball mehr.
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