Rudern Deutschland-Achter erstmals seit vier Jahren geschlagen

36 Rennen in Folge war er nicht zu besiegen - nun hat der Deutschland-Achter erstmals seit vier Jahren wieder eine Niederlage kassiert. Bei der Hügelregatta in Essen kam das Flaggschiff des deutschen Rudersports nicht über den vierten Platz hinaus.

Deutschland-Achter (Archivbild): Siegesserie gerissen
DPA

Deutschland-Achter (Archivbild): Siegesserie gerissen


Hamburg - Erstmals seit vier Jahren hat der Deutschland-Achter wieder ein Ruderrennen verloren. Bei der Hügelregatta in Essen reichte es für das zuvor in 36 Rennen unbesiegte Flaggschiff nur zum vierten Platz. Den Sieg sicherte sich der in Bestbesetzung angetretene Achter aus Großbritannien vor Frankreich und Polen. Der Deutschland-Achter wird neun Monate nach dem Olympia-Sieg neu aufgebaut. Nur zwei Ruderer von London waren in Essen dabei.

"Unsere Serie ist gerissen. Irgendwann musste es ja mal kommen, aber besser jetzt als vor London. Wir sind längst nicht so gut eingefahren wie im vergangenen Jahr, der Rhythmus hat gefehlt", sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer, der zudem noch auf die Achter-Olympiasieger Kristof Wilke und Maximilian Reinelt verzichten musste. Vier Goldmedaillengewinner von London haben aufgehört oder legen derzeit eine Pause ein.

Der Coach hatte die Regatta auf dem Essener Baldeneysee dazu nutzen wollen, um 16 Ruderer in verschiedenen Kombinationen zu testen. Doch eine so deutliche Niederlage mit am Ende über vier Sekunden Rückstand hatte das Team nicht erwartet. "Das Ergebnis ist erschreckend schlecht. Wir müssen neue Ruderer einbauen, aber die Vorstellungen, Achter zu fahren, sind einfach noch zu unterschiedlich", sagte Olympiasieger Eric Johannesen.

mib/dpa



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