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Russische Anti-Doping-Behörde: Zweiter Todesfall innerhalb weniger Wochen

Früherer Chef der russischen Anti-Doping-Agentur Nikita Kamaev: Tod mit 52 Zur Großansicht
REUTERS

Früherer Chef der russischen Anti-Doping-Agentur Nikita Kamaev: Tod mit 52

Die vielkritisierte russische Anti-Doping-Agentur Rusada betrauert erneut den Tod eines ehemaligen Funktionärs. Der im Dezember zurückgetretene Geschäftsführer erlag einem Herzversagen.

Innerhalb weniger Wochen ist der zweite ehemalige Funktionär der russischen Anti-Doping-Behörde Rusada verstorben. Der frühere Geschäftsführer Nikita Kamajew soll laut russischen Medienberichten im Alter von 52 Jahren einem Herzversagen erlegen sein. Anfang Februar war bereits der frühere Rusada-Funktionär Wjatscheslaw Sinew gestorben, der die Organisation von ihrer Gründung 2008 bis 2010 geleitet hatte. Im Fall von Sinew ist bisher keine Todesursache bekannt geworden.

Kamajew war im Dezember zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus Anschuldigungen der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, die Russland massive Verfehlungen in der Leichtathletik vorwirft. Als Folge war der russische Verband vorerst ausgeschlossen worden. Russlands Leichtathleten droht wegen des Skandals auch das Aus für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro in diesem Jahr.

Kamajew habe nach dem Skifahren über Herzschmerzen geklagt, sagte der ehemalige Rusada-Generaldirektor Ramil Chabrijew der Agentur Tass. "Er hat nie von Herzproblemen gesprochen, zumindest nicht mir gegenüber", sagte Chabrijew, der im Dezember ebenfalls infolge des Dopingskandals zurückgetreten war.

Die amtierende Rusada-Chefin Anna Anzeliowitsch sagte, sie wisse nichts über eine mögliche Herzschwäche Kamajews. "Sein Tod ist ein großer Verlust", ergänzte sie. Russlands Sportminister Witali Mutko kondolierte ebenfalls: "Wir bedauern seinen Tod zutiefst. Er stand an den Ursprüngen der russischen Anti-Doping-Organisation, er hat sie geschaffen."

krä/dpa/sid

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