IOC-Entscheidung Russland ist wieder Mitglied der olympischen Familie

Das IOC erkennt Russland kurz nach den Winterspielen in Pyeongchang wieder als Mitglied an. Das hat der Weltverband bestätigt. Für die Paralympischen Spiele gilt der Beschluss aber noch nicht.

Olympische Athleten aus Russland bei den Winterspielen
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Olympische Athleten aus Russland bei den Winterspielen


Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Sanktionen gegen Russland aufgehoben. Weil es bei den Winterspielen in Pyeongchang nach den zwei bekannt gewordenen Dopingfällen russischer Sportler keine weiteren gegeben habe, sei die Suspendierung von Russlands Olympischem Komitee beendet, teilte das IOC mit.

Zuvor hatte das Russische Olympische Komitee (ROK) eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland bereits bestätigt. "Das ROK ist wieder vollständiges Mitglied der internationalen olympischen Familie", sagte ROK-Präsident Alexander Schukow der Agentur Interfax.

Aus der deutschen Politik gab es für die Begnadigung Kritik. "Wir haben Dopingfälle innerhalb der russischen Mannschaft gehabt", sagte Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag: "Die werden als Einzelfälle abgetan. Aber entscheidend ist doch, dass sich Russland niemals dazu bekannt hat, was vor Sotschi und in Sotschi passiert ist." Die SPD-Politikerin sprach von einem "Desaster" und einem "Schlag ins Gesicht aller sauberen Athletinnen und Athleten".

Aufhebung der Suspendierung gilt nicht für Paralympische Spiele

Bei den Paralympischen Spielen in Pyeongchang (9. bis 18. März) ist Russland noch ausgeschlossen. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat 30 einzeln überprüfte Sportler aus Russland als "Neutrale Paralympische Athleten (NPA)" nach Südkorea eingeladen.

Wegen des Dopingskandals bei den Winterspielen in Sotschi wurden nur 168 Athleten aus Russland in Südkorea zugelassen. Sie durften lediglich unter neutraler Flagge und ohne Nationalhymne antreten.

Eigentlich war geplant, die russischen Sportler bei der Schlussfeier in Pyeongchang wieder mit ihren Fahnen einmarschieren zu lassen. Doch nach den positiven Dopingproben des Curlers Alexander Kruschelnizki und der Bobfahrerin Nadeschda Sergejewa wurde die Sperre verlängert.

mru/dpa/sid



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