Deutsche Bewerbung für Golf-Turnier Steuerbefreiung für Ryder Cup gewährt

Es ist ein wichtiger Schritt für die deutsche Bewerbung um den Ryder Cup 2022: Dem Golf-Kontinentalwettkampf wird offenbar Steuerbefreiung gewährt. Unter anderem daran war die Bewerbung zuletzt gescheitert.

Golfplatz Faldo Course in Bad Saarow: Austragungsort des Ryder Cup 2022?
DPA

Golfplatz Faldo Course in Bad Saarow: Austragungsort des Ryder Cup 2022?


Das Bundesfinanzministerium wird den Organisatoren des Ryder Cups, des weltweit größten Golf-Events, offenbar eine Steuerbefreiung gewähren. Das bestätigte Marco Kaussler, Leiter der Bewerbung der RC Deutschland GmbH, am Rande des Solheim Cups in St. Leon-Rot. Bei einer Sitzung der Finanzbehörden der Länder und des Bundesfinanzministeriums in Essen sei der entsprechende Antrag Brandenburgs abgesegnet worden, hatte der "Tagesspiegel" zuvor bereits gemeldet.

Deutschland hat sich für den Kontinentalvergleich der besten Golfer aus Europa und den USA mit dem Resort im brandenburgischen Bad Saarow beworben. Mitkonkurrenten sind Spanien, Italien und Österreich. Bei Deutschlands ersten Bewerbung um den Ryder Cup 2018 war die Steuerbefreiung noch abgelehnt worden, Frankreich erhielt später den Zuschlag.

Sollte die deutsche Ryder-Cup-Bewerbung den Zuschlag erhalten, müssten die Veranstalter der Ryder Cup Europe auf ihre Investitionen keine Steuer zahlen. Zuvor hatten auch die Fifa für die Fußball-WM 2006 oder die Uefa mit dem Champions-League-Finale in diesem Jahr in Berlin eine Steuerbefreiung erhalten.

bka/dpa



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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
mijobi 18.09.2015
1. Einwandfrei
Steuerfreiheit für die, die es eh schon haben. Das passt zum Prinzip: "Wer hat dem wird gegeben". Angesichts von reichlich Problemen allerorten, ist ein steuerfreies Golfturnier natürlich ganz wichtig. *musskurzdiek***eschlucken*.
zeitungsrand 18.09.2015
2. Wie immer!!!
Die grossen lässt man laufen und die kleinen .... Und alles demokratisch in der guten Demokratie....
pb-sonntag 18.09.2015
3.
Eben ein Sport für die Besserverdienenden. Und das sich bei der Besteuerung dieser Klientel der deutsche Staat schwer tut, sieht man im täglichen Leben und die Jahrzehnte wehrende Diskussion um den Spitzensteuersatz.
mcbarby 18.09.2015
4. Bruch von Gesetzen
Na prima, man erklärt Steuerbefreiung für Golf, Olympia oder was auch immer und tritt damit geltende Gesetze mit Füßen. Wen kümmert es schon, wenn der kleine Steuerzahler nur mühsam über die Runden kommt? Hauptsache die Fetten werden noch fetter. Eine Regierung, die die Interessen ihrer Bevölkerung so wenig vertritt, gehört in die Wüste geschickt. Wie man sieht, ist Korruption durchaus auch in Deutschland ein Thema, denn um nichts anderes handelt es sich hier m. M. nach.
haichen 18.09.2015
5. Unverschämt!
Und wieviel andere Projekte sind auch Steuerbefreit? Und um wieviel Geld geht es hierbei? Wüsste ich gern mal..
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