Schach-Kandidatenturnier 2018 Grischuk feiert Comeback

Zum Auftakt hatte Alexander Grischuk gegen Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik verloren, am zweiten Tag war Grischuk der einzige Sieger des Tages. Die Tabelle führt nun ein Trio an.

Alexander Grischuk (Archiv)
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Alexander Grischuk (Archiv)


Am zweiten Tag des Schach-Kandidatenturniers im Kühlhaus Berlin gab es drei Punkteteilungen und einen Sieg. Das Trio Schachrijar Mamedjarow, Wladimir Kramnik und Fabiano Caruana führt die Tabelle nach den ersten acht Duellen mit jeweils 1,5 Punkten an.

Das Turnier dauert vom 10. bis 28. März und wird im Modus "jeder gegen jeden" ausgetragen. Die Spieler treten in einer Hin- und einer Rückrunde jeweils zweimal gegeneinander an, mit vertauschten Farben. Der Spieler mit den meisten Punkten darf sich im November 2018 auf einen Wettkampf gegen den Titelverteidiger Magnus Carlsen freuen.

Die spektakulärste Partie des Sonntags spielte Schnellschach-Spezialist Alexander Grischuk aus Russland, der gegen den US-Amerikaner Wesley So in einer Isolanistellung vor allem durch seine kreativen Turmmanöver glänzte, wobei er allerdings in große Zeitnot kam. So kassierte dagegen bereits seine zweite Turnierniederlage.

Mit Spannung war das Duell zwischen Sos Landsmann Caruana, der beim Kandidatenturnier 2016 den Sieg nur knapp verpasst hatte, und dem starken Chinesen Ding Liren erwartet worden. Caruana opferte in der Eröffnung frühzeitig eine Qualität für aktives Figurenspiel. Ihren Höhepunkt an Dynamik erreichte die Partie um den 19. Zug herum, wo Schwarz teilweise mit einem Turm weniger spielte, aber Weiß aufpassen musste, auf der langen Diagonalen nicht matt zu werden. Nach der Zeitkontrolle verflachte die Partie dann zum Remis.

Auch die anderen beiden Duelle des Tages endeten mit Punkteteilungen. Hier finden Sie alle Infos zum Kandidatenturnier.


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chh

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insgesamt 3 Beiträge
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AntiMonetarist 12.03.2018
1.
Wesley So war noch vor 1 Jahr fast unbesiegbar, aber was ist nur jetzt aus ihm geworden. Ich hoffe er findet wieder zu seiner Siegerspur. Schade, er hat damit nicht mehr die große Chance das Turnier als Sieger zu beenden. Die 3 anderen Partien endeten Remis. Insbesondere die Partie Kramnik vs Karjakin war unglaublich langweilig. Die Partie hätte ruhig schon 2 Stunden früher beendet sein können. Ich bin froh, dass bei diesem Turnier Anish Giri und Peter Leko fehlen. Das sind zwei Spielertypen die sehr defensiv und oft nur auf Remis spielen. Das Turnier wäre sonst noch viel langweiliger geworden als jeder beliebiger Z-Movie Krimi! Ich finde bei diesem Turnier hätte es mehr Teilnehmer geben müssen. Für mehr Unterhaltung und Spannung hätten Spielertypen wie Ivanchuk, Anand, Nepomniachtchi oder Vachier Lagrave gesorgt! Caruana traue ich durchaus auch zu dass er das Turnier als Sieger beenden könnte. Immerhin hatte er schon 2014 beim Sinquefield Cup eine unglaubliche Elo Leistung von 3098 erreicht, wo er gegen die Top Schachspieler der Welt auch gegen Carlsen große Siege feierte und das Turnier anschließend gewann.
StefanV 12.03.2018
2. Zeitangabe
Gibt es die Möglichkeit, dass der Zeitstand der einzelnen Partien angezeigt wird? Oder hab ich das irgendwo übersehen?
duke_van_hudde 12.03.2018
3. Ich hoffe Kramnik schafft das
,den Carlson scheint im Prinzip wieder schlagbar und ich halte ihn für den einzigen der wieder etwas aus dem Hut zaubert wie die Berliner Mauer damals gegen Kasparov. Es würde halt ein Traum sein, wenn er wieder etwas rausholen würde was gut 100 Jahre nicht mehr gespielt wurde auf Top Ebene und ich halte genau so ein vorgehen für sehr riskant, aber Carlson nur so für schlagbar genauso wie damals Kasparov nur so schlagbar war.8
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